Die brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff verkündet einen Schuldenerlass für zwölf afrikanische Länder. Hier auf ihrer Rede während des 50. Geburtstag der Afrikanischen Union vergangegen Samstag (25.05.) in Addis Abeba, Äthiopien. / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff verkündet einen Schuldenerlass für zwölf afrikanische Länder. Hier auf ihrer Rede während des 50. Geburtstag der Afrikanischen Union vergangegen Samstag (25.05.) in Addis Abeba, Äthiopien. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündet einen Schuldenerlass für zwölf afrikanische Länder. Hier auf ihrer Rede während des 50. Geburtstag der Afrikanischen Union vergangegen Samstag (25.05.) in Addis Abeba, Äthiopien. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff will den Großteil der Schulden von zwölf afrikanischen Ländern erlassen. In ihrer kurzen Rede zum 50. Geburtstag der Afrikanischen Union in Addis Abeba, Äthiopien, vergangen Samstag (25.05.) kündigte sie an, Schulden im Wert von 898 Millionen US-Dollar (rund 700 Millionen Euro) erlassen zu wollen oder nach zu verhandeln. Rousseff verfolgt damit, die Souveränität beider Weltregionen zu stärken. Bezogen auf die Kongressteilnehmer betonte sie, dass „nur wir die Probleme in Lateinamerika oder Afrika zu lösen haben“.

Afrika verfüge heute über die weltweit höchsten wirtschaftlichen Wachstumszahlen, eine rasante Verstädterung, überdurchschnittlich junge Bevölkerungen und einen großen Reichtum an natürlichen Ressourcen. Zusammen mit der Konsolidierung der Demokratien könne dies einen hohen Grad sozialer Integration gewährleisten, so Präsidentin Rousseff. Ein Schuldenerlass helfe dabei, effektivere Beziehungen aufzubauen, so Rousseff weiter.

Gegenüber der Presse machte Rousseff weiter deutlich, dass erst Neuverhandlungen oder ein Erlass von Schulden den Weg für Investitionen, die Finanzierung brasilianischer Unternehmen in afrikanischen Ländern sowie größere Handelsvereinbarungen ermöglichen würden. Dennoch müssten nach den jeweiligen Verhandlungen noch der brasilianische Kongress, das Finanzministerium sowie der Senat zustimmen.

Von den zwölf afrikanischen Ländern würden von einem brasilianischen Schuldenerlass vor allem die Republik Kongo mit 352 Millionen US-Dollar (rund 352 Millionen Euro), Tansania mit 237 Millionen US-Dollar (rund 180 Millionen Euro) sowie Sambia mit 113,4 Millionen US-Dollar (rund 87 Millionen Euro) profitieren. (ms)