Die brasilianische Präsidentin nahm gestern an der Eröffnung der Erntezeit 2013/2014 teil / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin nahm gestern an der Eröffnung der Erntezeit 2013/2014 teil / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin nahm gestern an der Eröffnung der Erntezeit 2013/2014 teil./ Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat gestern (11.02.) in Lucas do Rio Verde (Bundesstaat Mato Grosso) an der Eröffnung der Getreideernte 2013/2014 teilgenommen und sprach über die Agrarindustrie und die notwendige Verringerung der Bürokratie im Land.

So rief die Präsidentin die Bevölkerung, die Unternehmer und die Bürgermeister dazu auf, auf allzu viel Bürokratie bei der Bearbeitung von Anträgen zu verzichten. „Es hat unzählige Beschwerden darüber gegeben, dass dieses Land zu bürokratisch ist und es wurde danach verlangt, dass Abläufe vereinfacht werden. Nicht um die Kontrollvorgänge zu verringern, oder um die Umwelt weniger zu belasten, sondern ganz im Gegenteil, um die Vielzahl von unnötigen Anforderungen abzuschaffen.“

Des Weiteren sprach Rousseff darüber, dass die Agrarindustrie ein gutes Beispiel für Produktivität im Land sei und lobte die Entwicklung des Sektors in den vergangenen 20 Jahren. „In den vergangenen beiden Jahrzehnten stieg die Produktion um 221 Prozent an und die Anbaufläche um 41 Prozent. Das bedeutet Produktivität und ist genau das, was wir für alle Bereiche im Land brauchen.“

Laut Angaben des Nationalen Versorgungsverbandes CONAB (Companhia Nacional de Abastecimento) werde die aktuelle Ernte 193,6 Millionen Tonnen einbringen, 3,6 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Das Land könnte außerdem zu dem weltweit größten Sojaproduzenten aufsteigen, wenn es auf eine diesjährige Ernte von 90 Millionen Tonnen kommt und damit die Ernte der USA übertrifft. Neben Soja wird in Brasilien verstärkt Mais angebaut. Die Agrarexporte lagen im vergangenen Jahr bei 99,7 Milliarden Reais, ein Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2012. (ds)