Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über die wirtschaftliche Situation in Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über die wirtschaftliche Situation in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über die wirtschaftliche Situation in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (25.09.) in New York beim Seminar „Chancen der Infrastruktur Brasiliens“ mit, dass das Land eine sehr hohe Nachfrage an Investitionen in die Infrastruktur habe, da diese jahrzehntelang vernachlässigt worden sei und dass in diesem Zusammenhang ausländische Unternehmen in Aktion treten könnten. Im Rahmen der Verbesserung der Infrastruktur gäbe es nun auch die Versteigerungen von Lizenzen für Flughäfen, Eisenbahnstrecken und Autobahnen.

„Wir haben Zahlen vorliegen, die die guten Perspektiven darstellen. In zehn Jahren stieg das Bruttoinlandsprodukt um 40 Prozent, die Investitionen um 70 Prozent und der Einzelhandel um 120 Prozent“, kommentierte Rousseff. Auch im Bereich Gehälter hätte sich einiges getan (+ 65 Prozent) und die Arbeitslosenquote läge bei unter 6 Prozent.

Mit der internationalen Wirtschaftskrise und der Verringerung des internationalen Handels hätten sich die Schwachstellen in der Infrastruktur noch viel mehr herauskristallisiert. Im Entwicklungsstand läge Brasilien ein Jahrzehnt hinter anderen Wirtschaftsmächten. Besonders stark hätte sich das in der Wettbewerbsfähigkeit gezeigt. Ziel sei es daher, Brasiliens Wirtschaft strukturiert zu verbessern und sie damit wettbewerbsfähiger zu machen sowie die Produktion zu erhöhen. In der letzten Zeit hätte die Regierung dafür eine Reihe von Maßnahmen unternommen. Darunter befänden sich das Wachstumsbeschleunigungsprogramm PAC und das Wohnungsbauprogramm „Mein Haus, Mein Leben“ (Minha Casa, Minha Vida) sowie das Programm zum Zugang zu technischen Studiengängen und Arbeitsplätzen (Programa Nacional de Acesso ao Ensino Técnico e Emprego). Weitere Maßnahmen seien Investitionen in die Breitbandverbindungen und die Verwendung der Gewinne aus dem Erdölgeschäft (Royalties) für die Bildung. (ds)