Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Ankündigung des neuen Programms für den audiovisuellen Sektor / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Ankündigung des neuen Programms für den audiovisuellen Sektor / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Ankündigung des neuen Programms für den audiovisuellen Sektor. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat am vergangenen Dienstag (01.07.) den Startschuss für das Programm „Brasilien auf allen Bildschirmen“ (Programa Brasil de Todas as Tela) gegeben, das die größte Initiative zur Förderung des audiovisuellen Sektors im Land mit Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Reais darstellt. Ab sofort stehen 480 Millionen Reais für die Realisierung neuer nationaler Filmprojekte, die Ausbildung von Fachkräften und die Installation neuer Kinosäle zur Verfügung.

Laut Angaben des Leiters der Nationalen Filmagentur ANCINE (Agência Nacional do Cinema), Manoel Rangel, gibt es neben der neuen Fördersumme eine finanziellen Unterstützung von 310 Millionen Reais für das Programm Cinema Perto de Você („Kino in deiner Nähe“), die zu den 413 Millionen Reais des vergangenen Jahres hinzukommt. Mit den Ressourcen könnten in einer ersten Phase 450 neue Projekte für Kino und Fernsehen geschaffen werden sowie 54 Produktionszentren im ganzen Land. Das Programm habe auch zum Ziel, 300 Spielfilme und 400 Fernsehprojekte umzusetzen.

Für den Vertreter der Branche im Komitee des Fonds für Audiovisuelles, Roberto Moreira, soll mit dem Programm die Vielfalt an Projekten gesteigert und der Sektor sowohl für den Klein- als auch für den Großproduzenten vorangetrieben werden. Wichtig hierbei sei auch der Dialog mit dem Publikum, sodass sich letztendlich die Gesellschaft in den Produkten wiedererkennen könne. Mit den neuen Maßnahmen besitze jeder Bundesstaat, vor allem die im Norden, Nordosten und zentralen Westen, die Mittel, um eine eigene Produktion zu starten. (ds)