Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Siebten EU-Brasilien-Gipfel in Brüssel / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Siebten EU-Brasilien-Gipfel in Brüssel / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim siebten EU-Brasilien-Gipfel in Brüssel. / Copyright: Agência Brasil

Derzeit findet in Brüssel der siebte EU-Brasilien-Gipfel statt, bei dem auch die Präsidentin Dilma Rousseff anwesend ist. Während der Eröffnungsveranstaltung sprach Rousseff über die derzeitige Wirtschaftslage und die Maßnahmen, die das Land für ein besseres Wirtschaftswachstum unternimmt.

Des Weiteren kommentierte die Präsidentin, dass sie bemüht sei, ein Abkommen zwischen der EU und dem lateinamerikanischen Staatenbund Mercosur abzuschließen. „Wir sind seit Beginn der Regierung bestrebt, durch einen neuen Investitionszyklus voranzuschreiten. Für uns bedeutet das vor allem Investitionen in die Infrastruktur, in die Bildung und in Innovationen. Und im Falle von Brasilien heißt das auch, die Bürokratie zu überwinden.“

Rousseff teilte weiterhin mit, dass die Regierung wichtige Partnerschaften mit dem privaten Sektor eingegangen sei, um Verbesserungen in den wichtigsten Gebieten mit Investitionen zu erreichen. Außerdem sei positiv hervorzuheben, dass sich europäische Unternehmen an den Lizenzversteigerungen der Flughäfen und in der Energiebranche beteiligt hätten. Damit könne die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gesteigert werden.

Die Präsidentin wies auf die vielfältigen Möglichkeiten bezüglich der Investitionen in das Transportwesen vieler brasilianischer Städte hin, die ihr Metro- und Stadtbahnnetzwerk ausbauen wollen. In Verbindung mit den Investitionen in die Infrastruktur gäbe es auch eine erhöhte Nachfrage nach guter Ausbildung von Arbeitskräften, da es in vielen Fällen an qualifizierten Arbeitskräften mangele. Investitionen in die Bildung sowie in die Verbreitung von Breitband-Internetverbindungen im Land seien beispielsweise durch die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft (Royalties) möglich.

Was die aktuelle Wirtschaftslage betrifft, so habe man die Ungleichheit mindern können ohne die finanzpolitische Verantwortung aus den Augen zu verlieren. Brasilien verfüge über mehr als 370 Milliarden US-Dollar an Rücklagen und habe die Staatsverschuldung von 42 Prozent auf 34 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verringern können. (ds)