Die brasilianische Präsidentin spricht sich für die verstärkte Verwendung von Fahrrädern als Transportmittel aus / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin spricht sich für die verstärkte Verwendung von Fahrrädern als Transportmittel aus / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin spricht sich für die verstärkte Verwendung von Fahrrädern als Transportmittel aus / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff sprach sich am vergangenen Samstag (27.09.)  während einer Wahlkampfveranstaltung in einer neuen Busstation des Bus Rapid Transit (BRT) in der Hauptstadt Brasília für die Benutzung von Fahrrädern als Transportmittel aus. Die Regierung werde laut Rousseff öffentliche Banken zur Eröffnung von Kreditlinien verwenden, um Fahrräder für Menschen aller sozialen Schichten anzuschaffen. Auch sollen mit den Geldern Fahrradwege in allen Bundesregierungen, die Unterstützung beantragt haben, finanziert werden.

Rousseff wies darauf hin, dass Fahrräder ein wichtiges Transportmittel für kurze und mittlere Strecken in den städtischen Regionen Brasiliens seien. Außerdem würden sie dazu beitragen, den Transport effizienter zu gestalten, neben dem wichtigen Aspekt der Reduzierung von Schadstoffausstoß.

Bei ihrer Rede zog die Präsidentin weiterhin Bilanz über die Maßnahmen der Regierung im Bereich der städtischen Mobilität. Vom Haushaltsbudget seien 143 Milliarden Reais in diesen Sektor geflossen, wobei ein Großteil in die Finanzierung mit subventionierten Zinsen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren ging. „Das zeigt, dass ohne öffentliche Banken nicht in den städtischen Transport investiert wird“, so die Präsidentin. Zu keiner Zeit hätte es in Brasilien ein derartig hohes Niveau an systematischen Investitionen in den städtischen Nahverkehr gegeben. Laut Rousseff sei der Nahverkehr gerade der Knackpunkt in den Städten, da die Verbesserung dieses Hand in Hand mit dem Zeitmanagement und der Lebensqualität der Bürger ginge. (ds)