Petrobras steht in der Kritik, weil das Unternehmen ohne Ausschreibung die Ölförderung in vier Pré-Sal-Gebieten übernehmen darf. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Petrobras steht in der Kritik, weil das Unternehmen ohne Ausschreibung die Ölförderung in vier Pré-Sal-Gebieten übernehmen darf. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Petrobras steht in der Kritik, weil das Unternehmen ohne Ausschreibung die Ölförderung in vier Pré-Sal-Gebieten übernehmen darf. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Zur der Kritik am Unternehmen Petrobras, das ohne Ausschreibung zur Ölförderung in vier Pré-Sal-Gebieten beauftragt werden soll, hat sich nun auch Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zu Wort gemeldet. Sie verteidigte das staatliche Unternehmen und sagte, dass sich die Stimmen der Kritiker in der unendlichen Weite des Pré-Sal-Meeres verlieren werden. Laut Rousseff ist es nicht möglich die Ölförderung voranzutreiben mit einer politischen Kurzsichtigkeit.

Es seien wieder die aufgeregten Stimmen, die schon immer das Unternehmen Petrobras verkleinern hätten wollen, die schon immer die Möglichkeiten des Landes in irgendwelche Hände geben hätten wollen ohne genau zu schauen an wen und zu welchen Konditionen, die ein Erdölunternehmen sehen wollten, das auf kurzfristige Rentabilität setzt, so die Präsidentin auf einer Tagung der Kommunistische Partei von Brasilien PCdoB.

Sie widersprach außerdem den Kritiken, laut derer die eingenommenen Gelder durch den Vertrag mit Petrobras dazu verwendet werden würden, um einen Primärüberschuss zu generieren. Sie wies dabei auf den Bonus von zwei Milliarden Reais hin, der nach der Unterzeichnung des Vertrags von Petrobras gezahlt werden soll. „Wir berechnen nur zwei Milliarden Reais in diesem Jahr. Deshalb, wenn es heißt, wir würden damit einen Primärüberschuss erzielen wollen, einen solchen Überschuss macht man mit 15 Milliarden Reais, nicht mit zwei Milliarden. Zwei Milliarden reichen gegenüber den Ausgaben nicht aus.“ (ls)