Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei dem fünften EU-Brasilien Gipfel in Brüssel / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei dem fünften EU-Brasilien Gipfel in Brüssel / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bot gestern (04.10.) den Ländern der Europäischen Union Brasiliens Hilfe bei der Bewältigung der internationalen Krise an. Sie sicherte die Unterstützung bei allen Maßnahmen zu, welche eine Verschlechterung der gegenwärtigen Situation verhindern, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen.

Während des fünften EU-Brasilien Wirtschaftsgipfels in Brüssel betonte Rousseff, dass die Koordination der Politik zwischen den einzelnen Staaten wichtig sei, um sich der Krise zu stellen. Die brasilianische Präsidentin traf sich mit dem Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy und dem Präsidenten der europäischen Kommission José Manuel Durão Barroso. Dabei sprachen sie über die internationale Wirtschaftskrise, die Gewalt in Syrien und die Konflikte in den arabischen Ländern und über mögliche multilaterale Abkommen.

,,Es ist wichtig die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, damit die Bevölkerungen [einiger Länder der EU] nicht die Hoffnung in die Zukunft verlieren. Die Rezession bringt eine steigende soziale Ungleichheit mit sich“, erklärte Dilma Rousseff in Brüssel. Demnach sei es möglich, Anreize für die Schaffung von Arbeitsplätzen gemeinsam mit den steuerlichen Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Außerdem betonte sie die Notwendigkeit, politische Spaltungen zu vermeiden und hob hervor, dass Brasilien bereit sei, Verantwortungen zu übernehmen.

Die brasilianische Präsidentin klassifizierte das internationale Finanzsystem als ineffizient und forderte seine Neubewertung. Laut Rousseff wurde die internationale Wirtschaftskrise durch diese Ineffizienz verursacht. Weiterhin müsse man makroökonomische Maßnahmen mit der Erhöhung der Beschäftigungsraten und des Einkommens miteinander bündeln. Im Zuge dessen bezog sie sich auf Erfahrungen in der Geschichte, die gezeigt haben, dass der einzige Weg, der aus der Krise führe, das Wirtschaftswachstum sei. (gp)



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