Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit der geschäftsführenden Direktorin des IWF, Christine Lagarde / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit der geschäftsführenden Direktorin des IWF, Christine Lagarde / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff sprach gestern (01.12.) mit der geschäftsführenden Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, über die Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise.

Nachdem Lagarde ihr Amt vor fast vier Monaten angetreten ist, besuchte sie zum ersten Mal Lateinamerika. Brasilien war nach Mexiko und Peru ihre letzte Station. Auf der Tagesordnung standen nicht nur Gespräche mit der brasilianischen Präsidentin, sondern auch mit dem Finanzminister Guido Mantega sowie mit Repräsentanten der brasilianischen Wirtschaft.

Bei den Gesprächen mit den lateinamerikanischen Ländern betonte Lagarde, dass Lateinamerika gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise nicht immun sei. Ihrer Meinung nach könnten die Schwellenländer allerdings nicht nur helfen, sondern auch ein positives Beispiel für die Regionen und Länder sein, die von der Krise stark betroffen sind.

In Mexiko sprach Lagarde über die Ängste und Befürchtungen, die die Länder aufgrund der Wirtschaftskrise hätten. Mexiko werde den jährlichen Vorsitz der G20 (wichtigsten 20 Industrie- und Schwellenländer) in einem „kritischen Moment“ übernehmen, so Lagarde. Das Land wird bis Dezember 2012 dieses Amt innehaben.

Diskutierte Themen waren außerdem die Suche nach steuerlicher Stärkung der gut entwickelten Wirtschaftsmächte, das Wiederherstellen des weltweiten Gleichgewichts und die Unterstützung der Reformen, die die Rolle des IWF stärken.

In Peru äußerte sich Lagarde, dass das Land stolz sein könne, da dieses Jahrzehnt durch ein starkes Wirtschaftswachstum des Landes geprägt sei. Trotz großer Fortschritte hätte Peru allerdings noch mit Herausforderungen zu kämpfen, zum Beispiel mit der sozialen Eingliederung und mit dem Bekämpfen der chronischen Unterernährung bei Kindern der indigenen Bevölkerung. (ds)