Logo des brasilianischen Sozialprogramms für Athleten / Copyright: Bolsa Atleta

Logo des brasilianischen Sozialprogramms für Athleten / Copyright: Brasilianische Regierung

Gestern (19.03.) kommentierte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die neuesten Daten zum Sozialprogramm Bolsa Atleta („Stipendium für Athleten“) und teilte mit, dass dieses Jahr 4.243 Sportler vom Programm profitieren werden. Im Vergleich zu 2011 stelle dies ein Wachstum von 30 Prozent dar.

Der Anstieg würde die Entwicklung des Sports in Brasilien ankurbeln und sei eine Investition in Brasilien, in das brasilianische Team, so Rousseff beim wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta). Insgesamt werden 53 Athleten im olympischen und paralympischen Bereich die Unterstützung bekommen.

Rousseff erinnerte daran, dass das Programm ab 2012 auch Sportler unterstützt, die bereits eine Art Sponsoring erhalten. Bis zum vergangenen Jahr konnten diese Sportler die Leistungen nicht beziehen.

„Wir haben gesehen, dass es nötig war, diese Einschränkungen zu erweitern, da das Sponsoring, das diese Sportler haben, meistens zeitlich begrenzt ist.“ Das würde den Athleten Unsicherheit für die Planung von Trainingseinheiten und für die Teilnahme an Wettkämpfen verschaffen. Mit der Erweiterung könne sich der Sportler komplett auf seinen Sport konzentrieren.

Der monatliche Betrag variiert von 370 Reais (ca. 153 Euro) für Sportler der Basiskategorien oder Studenten bis zu 3.100 Reais (rund 1.285 Euro) für Sportler aus dem olympischen oder paralympischen Bereich. Dieses Jahr wolle die Regierung 60 Millionen Reais in das Programm investieren.

Bisher würden von den 161 Plätzen für Brasilianer der Olympischen Spiele in London 30 Sportler die Leistungen des Programms Bolsa Atleta beziehen.

Laut Rousseff seien die Investitionen in das Programm wichtige Schritte, um die Popularität des Sports in Brasilien zu steigern und damit auch die Qualität für die Fußball-WM 2014 sowie die Olympischen Spiele 2016. (ds)