Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff reiste gestern nach Spanien / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff reiste gestern nach Spanien / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist gestern (15.11.) nach Spanien gereist, um am 22. iberoamerikanischen Gipfeltreffen der Staatschefs in Cádiz teilzunehmen. Im Anschluss daran wird Rousseff nach Madrid fliegen und bis zum 19.11. dort bleiben. Auf der Tagesordnung stehen eine Reihe von Zusammentreffen, so zum Beispiel mit dem spanischen König Juan Carlos und dem Premierminister Mariano Rajoy.

Während ihres Aufenthalts soll noch einmal über die Situation der Brasilianer in Spanien diskutiert werden, die seit einiger Zeit mit Einschränkungen bei der Einreise nach Spanien rechnen müssen. Es gab bereits eine Reihe von Treffen mit Diplomaten der beiden Länder, um diese Problematik zu besprechen. Laut des Außenministers Antonio Patriota hätte es schon Fortschritte bei Gesprächen mit Repräsentanten der spanischen Regierung gegeben.

Außerdem wird sich Rousseff mit Studenten des Bildungsprogramms „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Programa Ciência sem Fronteira) treffen, um über Herausforderungen zu sprechen, die die Wirtschaftskrise mit sich gebracht hat.

Ein weiterer Punkt ist die Erweiterung der Handelsbeziehungen zwischen Brasilien und Spanien. 2011 belief sich der Handelsaustausch auf acht Milliarden US-Dollar und verzeichnete somit ein Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Exporte summierten 4,7 Milliarden US-Dollar und die Importe 3,3 Milliarden US-Dollar. Spanien ist der zweitgrößte externe Investor in Brasilien und steht bei Käufen von nationalen Exporten an zehnter Stelle, gefolgt von Ländern wie Frankreich, Russland und Indien. (ds)