Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem neuen Präsidenten Mexikos, Erique Peña Nieto / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem neuen Präsidenten Mexikos, Erique Peña Nieto / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hatte gestern (20.09.) im Palast der Hochebene ein Zusammentreffen mit dem neu gewählten Präsidenten Mexikos, Enrique Peña Nieto. Ziel sei es gewesen, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter auszubauen.

So standen zum Beispiel Gespräche über Partnerschaften im Bereich des bilateralen Handels sowie des Kampfes gegen den Drogen- und Waffenhandel auf der Tagesordnung.

Vor zwei Tagen hatte Peña Nieto bei einem Treffen des Industrieverbandes FIESP in São Paulo mitgeteilt, dass er großes Interesse an einer stärkeren Kooperation zwischen Brasilien und Mexiko habe. Er ist der Meinung, dass die Wirtschaftsregionen Brasiliens und Mexikos die bedeutendsten Lateinamerikas seien. Beide hätten momentan großes Potenzial.

Auch mit den anderen Ländern Zentral- und Südamerikas wolle Mexiko seine Handelsbeziehungen intensivieren. Priorität hätte allerdings vorerst die Modernisierung des mexikanischen Erdölunternehmens PEMEX. Dafür seien Investitionen in die Infrastruktur nötig, um die Erweiterung der Produktion zu gewährleisten. Brasilianische und kolumbianische Modelle würden als Beispiel dienen, damit die Beteiligung des privaten Sektors vereinfacht wird. Diese strategischen Handelsmodelle würden die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stimulieren.

Der im Juli gewählte Präsident wird am 1. Dezember sein Amt antreten. Laut Spezialisten sei der Kampf gegen den Drogen- und Waffenhandel eine besondere Herausforderung aufgrund der massiven Gewalt und Angst, die vor allem in den Grenzregionen verbreitet wird. (ds)