Dilma Rousseff nimmt an Einweihungszeremonie von Chiles neuer Präsidentin Michelle Bachelet teil. / Copyright: Wikimedia Commons, Cia Pak/norden.org
Dilma Rousseff nimmt an Einweihungszeremonie von Chiles neuer Präsidentin Michelle Bachelet teil. / Copyright: Wikimedia Commons, Cia Pak/norden.org

Dilma Rousseff nimmt an Einweihungszeremonie von Chiles neuer Präsidentin Michelle Bachelet teil. / Copyright: Wikimedia Commons, Cia Pak/norden.org

Präsidentin Dilma Rousseff trifft sich an diesem Dienstag mit der Präsidentin Chiles Michelle Bachelet, die im Dezember wiedergewählt wurde. Das Treffen findet im Präsidentenpalast Cerro Castilho statt, der sich in der Stadt Viña del Mar an der Küste Chiles befindet. Nach dem Gespräch wird Bachelet zum wiederholten Mal die Präsidentschaft übernehmen, nachdem sie das Land bereits von 2006 bis 2010 geführt hatte und von Sebastián Piñera abgelöst worden war. Die Zeremonie findet im Nationalkongress von Chile statt, der sich in Valparaíso befindet, nahe der Stadt Viña del Mar und 120 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Santiago.

Als größte Herausforderung für Bachelet gilt die Reform des Bildungssystems und der Verfassung, die noch aus der Diktatur unter Augusto Pinochet stammt. Die neue Präsidentin muss zudem mit den anderen Parteien verhandeln sowie innerhalb der Koalition, um die Versprechen erfüllen zu können. Vom internationalen Blickpunkt ist die Erwartung Brasiliens, dass die Neubesetzung des Präsidentenstuhls Chile näher an die Nachbarn in Südamerika heranbringt. Laut dem Botschafter Américo Simões, Untergeneralsekretär des Außenministeriums für Südamerika, Zentralamerika und die Karibik, ist die Erwartung Brasiliens, Partnerschaften in den Bereichen Energie, Bildung, Infrastruktur und Menschenrechte zu vertiefen.

Nach der Einweihungsfeier kehren die Staatschefs nach Viña del Mar zurück, um Bachelet in Empfang zu nehmen und gemeinsam am geplanten Mittagessen teilzunehmen. Rousseff wird zudem auch am offiziellen Fototermin mit den anderen Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Die Präsidenten wird anschließend bereits wieder nach Brasilien zurückkehren, während Luiz Alberto Figueiredo, Minister für Auswärtige Angelegenheiten Brasiliens, in Chile bleibt, um am kommenden Mittwoch mit den Außenministern der Länder im Verbund der südamerikanischen Nationen über die Situation Venezuelas zu diskutieren. (ls)