Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff traf sich gestern mit der argentinischen Präsidentin Christina Kirchner / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff traf sich gestern mit der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff traf sich gestern mit der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner / Copyright: Agência Brasil

Gestern (25.04.) trafen sich die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner in Buenos Aires. Sie sprachen über verschiedenen Angelegenheiten beider Länder.

Eines der Themen war die Frage des brasilianischen Bergbauunternehmens Vale. Aus Kostengründen hatte das Unternehmen das Projekt Rio Colorado beendet, was als Ziel hatte, Kalium in der argentinischen Provinz Mendoza abzubauen. Die Vale S.A. hatte bereits 2,2 Milliarden US-Dollar in die Mine investiert. Durch die Inflation im Land und die Abwertung des argentinischen Peso hätten sich die Kosten aber fast verdoppelt und deshalb wolle das Unternehmen das Projekt einstellen. Der Arbeitsminister Argentiniens habe bereits mit der Vale S.A. verhandelt, dass die 11.000 Arbeiter nicht bis zum 29. Mai entlassen werden können.

Des Weiteren sprachen die Präsidentinnen über das neue Automobilabkommen, da die alten Verträge im Juni auslaufen, sowie über die Barrieren, die die argentinische Regierung seit 2012 bei Importen Brasilien auferlegt hat. Diese Barrieren hätten Auswirkungen auf die Handelsbilanz beider Länder: Brasilien registrierte im ersten Quartal dieses Jahres ein Defizit von 80 Millionen US-Dollar.

Auch verteidigten Rousseff und Kirchner brasilianische und argentinische Wirtschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der internationalen Krise, gaben aber keine detaillierten Angaben zu diesem Thema. Spezialisten der beiden Länder werden diesbezüglich bis kommenden Dienstag (30.04.) in Montevideo tagen. Im Juni wird es schließlich das nächste Treffen des Staatenbundes Mercosul geben. Paraguay ist immer noch vom Staatenbund ausgeschlossen. Während der Abwesenheit des Landes hatten die anderen Vertreter Venezuela mit in den Staatenbund gewählt, was Paraguay nicht für gut geheißen hatte. Rousseff und Kirchner allerdings verteidigten die Entscheidung des Mercosuls sowie die der zwölf Mitglieder der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUL) zur Unterstützung des neuen Präsidentin Venezuelas, Nicolás Maduro. (ds)