Dilma Rousseff und Barack Obama / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff und Barack Obama / Copyright: Agência Brasil

Gestern (20.09.) sprachen die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der Präsident der USA Barack Obama über die weltweite Wirtschaftskrise. Sie waren sich einig, dass das Thema noch einmal bei der nächsten Zusammenkunft der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) in Cannes (Frankreich) im November vertieft werden müsse.

Auch der brasilianische Außenminister Antonio Patriota hob hervor, wie wichtig es sei, die Krise der Länder Griechenland, Spanien und auch Italien in Cannes vor dem G20-Treffen zu diskutieren.

Dies wird außerdem das Hauptthema der Zusammenkunft des brasilianischen Finanzministers Guido Mantega und des Finanzministers der Vereinigten Staaten Timothy Geithner sein, die sich diese Woche in Washington treffen mit dem Ziel, sich über Maßnahmen in der Zusammenarbeit der beiden Länder zu verständigen, um der Krise effektiv entgegenzutreten.

Patriota zufolge war das Zusammentreffen der Präsidenten Rousseff und Obama sehr „freundschaftlich“. Obama ließ seinen Besuch in Brasilien im März dieses Jahres Revue passieren und schätzte diesen als sehr positiv ein. Des Weiteren lud er Rousseff für Anfang 2013 in die USA ein.

Die Präsidenten sprachen außerdem über die Krise der arabischen Länder, insbesondere über die Situation in Libyen. Obama wies dabei auf eine Versammlung der Vereinten Nationen hin, in der ein Projekt zum Wiederaufbau und zum Übergang auf eine demokratischere Regierung in Libyen besprochen wurde. Rousseff stimmte zu, wie wichtig die internationale Unterstützung für Libyen sei.

Der brasilianischen Präsidentin wurde gestern der Woodrow Wilson Award in der Kategorie „Öffentlicher Dienst“ verliehen. Der Award würdigt das herausragende Engagement für die Umsetzung von Präsident Woodrow Wilsons Traum, der Integration von Politik und Wissenschaft für das Gemeinwohl. Die Erlöse des Dinners der Preisverleihung gehen an das Brasilianische Institut (Instituto Brasil). Auch der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und die Medizinerin Zilda Arns erhielten bereits diesen Preis. (ds)