Lula da Silva begleitet Dilma Rousseff in Manaus / Copyright: Agência Brasil

Lula da Silva begleitet Dilma Rousseff in Manaus / Copyright: Agência Brasil

Gestern (24.10.) hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff den Vorschlag eines Zusatzartikels für die Verfassung (Proposta de emenda á Constituição, kurz: PEC) unterzeichnet, sodass die Gültigkeit der Feihandelszone für Manaus um weitere 50 Jahre verlängert wird. Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas und neben der Nähe zum Amazonas-Gebiet und dem damit verbundenen Öko-Tourismus auch für seine Freihandelszone bekannt, die Unternehmen aus verschiedenen Ländern wie Japan und der Tschechischen Republik anzieht. Der von der brasilianischen Präsidentin unterschriebenen Erklärung muss noch der Senat und die Abgeordnetenkammer zustimmen, um der Richtlinie seine Rechtmäßigkeit zu verleihen.

„Als der ehemalige Präsident Lula da Silva die Freihandelszone verlängerte, haben die vorherigen Regierungsverantwortlichen dieses Gebiet längst aufgegeben“, erklärt Dilma Rousseff. Sie wolle die Stärkung dieser Region weiter vorantreiben. Die Förderung und die verlängerte Gültigkeit der Freihandelszone hatte sie bereits im September angekündigt. Manaus profitiert nun von den finanziellen Fördermaßnahmen, welche die brasilianische Präsidentin zusicherte, laut dem aktuellen Beschluss bis zum Jahre 2023.

Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen der Einweihung einer Brücke mit einer Länge von 3.595 Metern über den Fluß Rio Negro im Amazonas-Gebiet. Die Konstruktion der Brücke hat vier Jahre gedauert und fast eine Milliarde Reais (ungefähr 411 Millionen Euro) gekostet. Dilma Rousseff wurde von dem ehemaligen brasilianischen Präsidenten Lula da Silva begleitet. (gp)