Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündet das Programm für Fischerei und Aquakultur / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündet das Programm für Fischerei und Aquakultur / Copyright: Agência Brasil

Gestern (25.10.) wurde der sogenannte Plan für Fischerei und Aquakultur (Plano Safra da Pesca e Aquicultura) von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff im Palast der Hochebene bekanntgegeben. Ziel sei es, mit dem Programm bis 2014 die nationale Produktion auf zwei Millionen Tonnen Fisch jährlich zu erhöhen, wie bereits bei BrasilNews berichtet.

Rousseff beteuerte, dass diese Branche, die lange Zeit eher nebensächlich war, nun eine zentrale Rolle in Brasilien einnehmen solle. So werde die brasilianische Regierung 4,1 Milliarden Reais (ca. 1,55 Milliarden Euro) bis 2014 in die Fischerei investieren. Laut Rousseff hätte Brasilien schon immer die Voraussetzungen gehabt, diese Branche auszubauen.

„Wir werden die Fischerei stärken, damit sich diese in ein Instrument des Wirtschaftswachstums des Landes umwandelt. Dabei erhöhen wir die Investitionen in diese Branche, da sie neben der Landwirtschaft ohne Zweifel eine der größten Sektoren Brasiliens ausmacht, die für das 21. Jahrhundert repräsentativ sein werden. Diese Maßnahme wird soziale Eingliederung und die Steigerung der Arbeitsqualität mit sich bringen.“

Die Voraussetzungen für eine Erweiterung des Sektors seien vorhanden, Brasilien habe großes Potenzial, da das Land beispielsweise 8.000 Kilometer Küstenfläche hat. Die Realität sehe allerdings anders aus: Brasilien nimmt weltweit nur den 23. Platz in der Fischerei und den 17. Platz bei der Aquakultur ein. Aus diesem Grund wolle man Brasilien bis 2020 in einen Exporteur verwandeln, der seinem Potenzial gerecht wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, sieht die Regierung zum Beispiel vor, Abfallkosten der Produzenten zu reduzieren. Durch diese Maßnahme allein sollen Einkommen um 40 Prozent steigen. Weitere Gelder werden in die Technik, die Modernisierung von Ausstattungen, in die Forschung sowie in die Verbesserung der Struktur der Produktionslinien fließen. Des Weiteren sollen für kleine Fischereibetriebe Kreditlinien geschaffen werden, damit diese in neue Ausrüstungen und Boote investieren können. Voraussichtlich begünstigt die brasilianische Regierung 330.000 Familienbetriebe mit Krediten mit geringeren Zinsen und längeren Laufzeiten. (ds)