Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Amtsantritt der Präsidentin der Petrobras, Maria das Graças Silva Foster / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim Amtsantritt der Präsidentin der Petrobras, Maria das Graças Silva Foster / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verteidigte gestern (13.02.) das Vorhaben des brasilianischen Erdölunternehmens Petrobras, bevorzugt nationale Firmen bei dem Kauf von Ausstattungen und für Dienstleistungen einzusetzen. Die Präsidentin hielt beim Amtsantritt der neuen Präsidentin der Petrobras, Maria das Graças Foster, eine Rede. Graças Foster folgt dem ehemaligen Petrobras-Chef José Sergio Gabrielli nach.

Rousseff tat kund, dass Petrobras bis 2015 220 Milliarden US-Dollar in den Vertrieb von Produkten wie Erdöl und -gas, in die Petrochemie, in Raffinerien, Transport und ins Marketing investieren wird. Des Weiteren hob sie hervor, wie wichtig es sei, dass für diese Zwecke Ausstattungen und Produkte auf dem brasilianischen Markt gekauft werden.

„Petrobras ist weltweit sehr stark und hat eine strategische Rolle innerhalb Brasiliens. Glücklicherweise konnte sie allen Privatisierungsvorgängen standhalten und blieb als brasilianische Firma bestehen, unter Kontrolle des brasilianischen Volkes. Und heute erfüllt sie eine fundamentale Rolle in unserem Wachstumsmodell. All diese Investitionen zielen auf die Stärkung der Produktion im Land ab sowie auf das Ankurbeln des technologischen Wachstums des Sektors in Brasilien“, so Rousseff.

Außerdem erinnerte die brasilianische Präsidentin an die Strategie des ehemaligen Präsidentin Luiz Inácio Lula da Silva. Dieser hatte der Schifffahrtsindustrie neue Impulse gegeben, indem er entschied, in Schiffe, Plattformen, Sonden und Ausstattung der Petrobras zu investieren, da er es für wichtig hielt, dass ein Teil der Produktion innerhalb Brasiliens ausgeführt wird. Damit wollte er Arbeitsplätze schaffen sowie Kenntnisse im Land erweitern und hat somit die produktiven Sektoren gestärkt. Rousseff bezeichnete Lulas Strategie als die erfolgsversprechende. Dass die Petrobras bevorzugt, hauptsächlich Käufe in Brasilien zu tätigen, sei ein Vorteil für das Unternehmen sowie das Land. (ds)