Logo des Nationalen Programms für Mikrokredite / Copyright: CRESCER

Logo des Nationalen Programms für Mikrokredite / Copyright: CRESCER

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (02.04.) mit, dass das Nationale Programm für Mikrokredite (Programa Nacional de Microcrédito, kurz: CRESCER), welches im vergangenen Jahr von der brasilianischen Regierung herausgebracht wurde, bereits 1,2 Milliarden Reais (rund 0,49 Milliarden Euro) an Kleinunternehmen vergeben hätte.

„Dieses Geld wurde verwendet, um bereits bestehende Geschäfte zu verbessern, auszuweiten oder gar neue Geschäfte zu beginnen“, so erklärte Rousseff beim wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta). Laut ihren Angaben waren es mehr als eine Millionen Reais (ca. 0,4 Millionen Euro), die zwischen September 2011 und März diesen Jahres vergeben wurden, mit einem Mittelwert von 1.200 Reais. „Das scheint wenig zu sein, hat aber das Leben vieler Menschen verändert“, so Rousseff.

Für die Präsidentin sei der Erfolg des Programms mit den geringen Kosten der Darlehen verbunden. Die niedrigen Kosten hätten die Prozesse erleichtert und somit bessere Geschäfte der Kreditnehmer ermöglicht.

Durch das Programm CRESCER werden Kredite zwischen 300 und 15.000 Reais vergeben. Interessenten müssen für die Darlehen eine öffentliche Bank Brasiliens aufsuchen. Laut Rousseff hätten 218.500 Personen, die bereits Leistungen vom Familienprogramm Bolsa Família beziehen, in den ersten drei Monaten des Programms Darlehen aufgenommen.

„Diese ersten Resultate zeigen, dass wir es tatsächlich erreichen, den Zugang zu Krediten im Land zu demokratisieren. Es ist ein produktiver Kredit, der hilft, Arbeitsplätze zu schaffen, das Wachstum zu stützen und unseren Binnenmarkt noch mehr zu stärken.“ (ds)