Um die Spannung zwischen PT und PMDB abzufedern, will Rousseff im Wahlkampf mit dem Bündnispartner zusammenarbeiten. / Copyright: Agência Brasil
Um die Spannung zwischen PT und PMDB abzufedern, will Rousseff im Wahlkampf mit dem Bündnispartner zusammenarbeiten. / Copyright: Agência Brasil

Um die Spannung zwischen PT und PMDB abzufedern, will Rousseff im Wahlkampf mit dem Bündnispartner zusammenarbeiten. / Copyright: Agência Brasil

Ohne die Diskussionen über die Ministeriumsreform fortzuführen versprach Präsidentin Dilma Rousseff am vergangenen Montag (10. März) die Partei der Brasilianischen Demokratischen Bewegung (PMDB) in sechs Staaten zu unterstützen, in denen auch die Arbeiterpartei PT (zu der auch die Präsidentin gehört) Kandidaten in den Wahlkampf schicken will – ein Versuch, die Krise mit ihrem stärksten Verbündeten unter Kontrolle zu halten. Da einer der Gründe für das Zerwürfnis zwischen den beiden Parteien die regionalen Verbünde sind, hofft Rousseff mit dieser Geste die Spannungen zwischen PT und PMDB abzubauen, die sich in den vergangenen Tagen aufgestaut hatten. Die Arbeiterpartei will Zugeständnisse in Staaten machen wie Maranhao, Paraíba, Rondônia und Tocantins, wobei sie damit der Nachfrage der Parteispitzen nachkommt, unter ihnen die Senatoren José Sarney und Vital do Rego.

Für den kommenden Donnerstag hat der Präsident der Arbeiterpartei Rui Falcao ein Sitzung mit der Führung der PMDB vereinbart, um über die regionalen Verbünde zu sprechen. Das Treffen wurde durch Minister Aloizio Mercadante (Bürgerhaus), der von Dilma ausgewählt wurde, um die Krise die Partei PMDB betreffend in Schach zu halten. Die Erwartung des Präsidenten der PMDB Valdir Raupp ist, dass sich die zwei Parteien in etwa 12 Staaten zusammenschließen. Für die anderen Staaten, in denen kein Bündnis möglich ist, werden wollen beiden ein Vorgehen beschließen, das Kandidaturen beider Seiten ermöglicht.

Beim Treffen mit der Führung der PMDB am Morgen des vergangenen Montags haben die Präsidentin Dilma Rousseff und Aloizio Mercadante bereits den Vize-Präsidenten Michel Temer, den Präsidenten des Senats Renan Colheiras und der Kammer Henrique Alves angehört, sowie den Parteivorsitzenden im Senat Eunício Oliveira. (ls)