Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über die Vereinheitlichung des Vorschulsystems und über Ganztagsschulen / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über die Vereinheitlichung des Vorschulsystems und über Ganztagsschulen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über die Vereinheitlichung des Vorschulsystems und über Ganztagsschulen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff äußerte sich gestern (16.10.) über den im Juni verabschiedeten Nationalen Bildungsplan PNE (Plano Nacional de Educação), der vorsieht, dass das Vorschulsystem im Jahr 2016 vereinheitlicht wird. Das betrifft alle Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren. Aktuell sind 89 Prozent dieser Kinder bereits eingeschult. Ziel sei es, auch den restlichen Prozentsatz eine Schulausbildung zu geben, was laut Rousseff nur noch einen kleinen Schritt darstelle.

Die Präsidentin betonte außerdem, wie es bedeutend sei, dass Familien ihre Kinder bis drei Jahren in Kinderkrippen geben. „Es ist grundlegend wichtig, ohne Ausnahme alle Kinder in Kinderkrippen und -gärten einzuschreiben. Neurolinguistische und pädagogische Studien zeigen, dass Kinder in dieser Altersklasse die Fähigkeit zum Lernen besonders intensiv entwickeln“, kommentierte Rousseff.

Ein weiterer Punkt, den die Präsidentin ansprach, war die Herausforderung, das Bildungssystem Brasiliens auf ein Konzept der Ganztagsschulen umzustellen. Für diese besondere Herausforderung sollen die finanzielle Mittel der Erdöleinnahmen aus der Pré-Sal-Schicht eingesetzt werden, mit dem Ziel qualitativ hochwertige Ganztagsschulen zu garantieren. Diese Umstellung sehe Rousseff als eine Strukturierung des brasilianischen Grundbildungssystems. Die Maßnahmen im Bildungsbereich wolle die Präsidentin in ihrer möglichen nächsten Amtszeit durchsetzen. (ds)