Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit / Copyright: Agência Brasil

Gestern (23.04.) sprach die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff im Rahmen des zweiten Gemeindetreffens für nachhaltiges Wachstum – Herausforderung der neuen Gouverneure (2º Encontro dos Municípios com o Desenvolvimento Sustentável – Desafios dos Novos Governantes Locais) über die Steuerbefreiung verschiedener Sektoren des Landes. Diese seien wichtig, um die Beschäftigungsrate in Brasilien gleichbleibend hoch zu halten. Durch die Steuersenkungen würden die Kosten für Arbeitskräfte niedriger sein und damit auch die Kosten der Unternehmen gesenkt werden. „Wir sind heute ein Land mit einer der geringsten Arbeitslosenquoten in der Welt, mit 5,7 Prozent. Dieser geringe Prozentsatz erlaubt uns auch, dass wir einen blühenden Arbeitsmarkt haben, eine sehr hohe Nachfrage im Dienstleistungssektor und es bedeutet, dass wir die Inflation unter Kontrolle haben“, so Rousseff.

Außerdem sprach die Präsidentin über den Basiszinssatz, der derzeit auf einem akzeptablen Niveau sei, um das Wirtschaftswachstum Brasiliens zu gewährleisten. Am vergangen Mittwoch (17.04.) erhöhte das geldpolitische Komitee COPOM (Comitê de Política Monetária) den Basiszinssatz SELIC um 0,25 Prozentpunkte; der Index liegt nun bei 7,5 Prozent pro Jahr. Diese Erhöhung war die erste seit fast zwei Jahren. „Das Land soll beschleunigt wachsen. Um das zu ermöglichen, muss es wettbewerbsfähig sein. Seit Beginn der Regierungszeit haben wir daran gearbeitet. Zuerst haben wir die brasilianischen Steuern gesenkt. Sie werden zwar immer mal schwanken, aber das passiert in einem angemessenen Rahmen im Vergleich zu internationalen Richtlinien und somit mit einer stärkeren Wettbewerbsfähigkeit.“

Des Weiteren bezeichnete Rousseff die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Bundesstaaten und Gemeinden als demokratische Errungenschaft der letzten zehn Jahre und erinnerte an Projekte wie das Wohnungsbauprogramm „Mein Haus, Mein Leben“ (Minha Casa, Minha Vida) in Partnerschaft mit den Präfekturen. (ds)