Im wöchentlichen Radiopragramm äußerte sich Rousseff über den Stand des Ärzteprogramms / Copyright: Café com a Presidenta
Im wöchentlichen Radiopragramm äußerte sich Rousseff über den Stand des Ärzteprogramms / Copyright: Café com a Presidenta

Im wöchentlichen Radiopragramm äußerte sich Rousseff über den Stand des Ärzteprogramms / Copyright: Café com a Presidenta

Am gestrigen Tag (23.12.) sprach die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff im wöchentlichen Radioprogramm Café com a Presidenta („Kaffee mit der Präsidentin“) über den aktuellen Stand des Ärzteprogramms Mais Médicos. Innerhalb der letzten sechs Monate hätten viele Fachkräfte in den Gemeinden des semiariden Nordosten Brasiliens ihre Arbeit aufgenommen und auch in großen Teilen des Nordens, wo eine hohe Anzahl von Indigenen lebt.

Im Detail wird das Programm in 2.100 Gemeinden mit 6.700 aktiven Ärzten durchgeführt. Damit würden 23 Millionen Menschen geholfen werden, vor allem in den Vororten mittelgroßer und großer Städte, in Gemeinden der Regionen des Nordens und Nordostens und in den Gebieten, in denen die indigene Bevölkerung sowie die Quilombolas leben (Siedlungen von aus der Sklaverei geflohenen Schwarzen, die sich im 16. Jahrhundert herausbildeten). Gerade diese Gebiete stellen eine Priorität der brasilianischen Regierung dar, da sie bisher nur sehr schlechte ärztliche Versorgung hatten und oftmals Tage warten mussten, bis ein Arzt eintraf. „Allein in diese Regionen haben wir schon 2.963 Ärzte geschickt, die mehr als 1.000 Gemeinden abdecken. In den semiariden Gebieten sind es 1.594 Ärzte. Wir werden weiter daran arbeiten, damit wir unser Ziel erreichen, 12.000 Ärzte bist März und April in die Regionen zu schicken, die Ärzte brauchen“, so die Präsidentin. Wenn diese Gesamtzahl erreicht ist, könnten 45 Millionen Menschen davon profitieren.

Außer dieser abgelegenen Gebiete gäbe es allerdings auch Probleme in den reichsten Bundesstaaten des Landes wie es in Mauá, in der städtischen Region von São Paulo, der Fall ist. Ein weiteres Beispiel ist die Gemeinde Ribeirão das Neves im Bundesstaat Minas Gerais, die dank des Ärzteprogramms nun auch medizinische Versorgung erhält. (ds)