Dilma Rousseff auf Staatsbesuch in Schweden. / Copyright: Agência Brasil Dilma Rousseff auf Staatsbesuch in Schweden. / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff ist zu einem mehrtätigen Staatsbesuch nach Schweden gereist. Dort wurde die brasilianische Staatspräsidentin zunächst vom schwedischen König Karl XVI. empfangen. Im Anschluss an den Besuch in Schweden wird Rousseff weiter nach Finnland reisen. Ziele der Reise sind der Ausbau der Handelsbeziehungen sowie Partnerschaften in der Landesverteidigung. Des Weiteren sucht Rousseff den Austausch in Bildungs- und Technologiefragen. Nach Gesprächen mit den Staats- und Regierungschefs wird sich Rousseff auch mit Vertretern aus Wirtschaft und Handel treffen, berichtet die Zeitung Valor Econômico.

Nach einem Treffen mit dem schwedischen Ministerpräsident Stefan Löfven ist für den Montag (19.10) eine Rede Rousseffs vor dem brasilianisch-schwedischen Unternehmerrat geplant. Wie bei anderen Gelegenheiten dieser Art wird Rousseff die internationalen Investoren aufrufen, sich um brasilianische Konzessionen und Aufträge insbesondere im Bereich der Infrastruktur zu bewerben, schreibt die Zeitung Valor Econômico weiter.

Laut dem Außenhandelsministerium sind derzeit mehr als 200 schwedische Unternehmen in Brasilien tätig und für rund 70.000 Stellen verantwortlich. Im letzten Jahr umfasste der Handel zwischen beiden Ländern 2,1 Milliarden US-Dollar, so der Valor Econômico.

Dabei spielen Rüstungsprodukte eine wesentliche Rolle. Mit dem Automobil- und Flugzeughersteller Saab unterzeichnete die brasilianische Regierung im August dieses Jahres einen Vertrag über den Kauf von 36 Kampfjets der Marke Gripen (BrasilNews berichtete, 24.08.15). Brasilien will damit seine Luftwaffe erneuern. Rousseff wird die Produktionshallen auch besichtigen.

Am Dienstag (20.10) will Rousseff nach Finnland weiterreisen. Das brasilianische Interesse gilt dem dortigen Bildungssystem. (ms)

Quelle: Valor Econômico