Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (09.01.) mit, dass sich die Regierung 2012 für die Gewinnung von Arbeitsplätzen, für Einkommenssteigerungen und das Wachstum des Landes einsetzen möchte. Das Jahr hätte laut Rousseff bereits mit einer „guten Nachricht“ begonnen, mit der Erhöhung des Mindestlohns von 545 auf 622 Reais (von ca. 230 auf 263 Euro).

„Diese Erhöhung ist wichtig, damit Familien mehr konsumieren und besser leben können. Somit wird eine höhere Nachfrage in der Industrie, im Handel und bei Serviceleistungen geschaffen sowie die Dynamik in der Wirtschaft erhalten, damit Brasilien weiterhin wachsen kann“, so Rousseff.

Im wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) erinnerte Rousseff daran, dass 40 Millionen Brasilianer direkt von der Erhöhung des Mindestlohns betroffen seien.

Des Weiteren wies die Präsidentin auf eine Reduzierung der Einkommenssteuer in Höhe von 4,5 Prozent hin, die bereits seit diesem Monat gilt. So würden 25 Millionen Menschen weniger Steuern zahlen müssen.

Außerdem erinnerte Rousseff daran, dass seit Januar dieses Jahres die neuen Regelungen des Supersimples-Gesetzes in Kraft treten: Bei Mikrounternehmen wird die jährliche Einkommensgrenze von 240.000 auf 360.000 Reais (von etwa 101.000 auf  152.000 Euro) erhöht, bei Kleinunternehmen von 2,4 Millionen auf 3,6 Millionen Reais (von ca. 1,01 auf 1,5 Millionen Euro), um unter die Supersimples-Regelungen zu fallen.

Am Ende des Jahres soll auch die Steuer auf Elektrogeräte wie Kühlschränke, Elektroherde und Waschmaschinen reduziert werden. (ds)