Copyright: Wikipedia, GNU, J. Jaritz

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In Brasilien liegen die Prognosen für die Maisexporte dieses Jahr stark unter den Erwartungen. Zurückzuführen ist das auf die enttäuschende Winterernte in den größten Anbaugebieten sowie auf die Stärke der brasilianischen Währung Real.

Die Gesellschaft für Versorgung mit Rohstoffen (Companhia Nacional de Abastecimento, kurz: CONAB), die zum Ministerium für Agrarwirtschaft und Viehzucht zählt, stellte fest, dass sich in den Prognosen der Maisexporte für 2010/2011 (10,8 Mio. Tonnen) bereits ein Rückgang zum Vorjahr abzeichnen ließ. Dass die Nachfrage innerhalb Brasiliens groß und dass der Real derzeit im Vergleich zum US-Dollar sehr stark ist, wirke sich außerdem negativ auf die Exporte aus.

In den Bundesstaaten Paraná und Mato Grosso befürchte man, dass durch starke Regenfälle die Maisproduktion unter den Prognosen der CONAB liegen könne. Im Moment lägen die Schätzungen noch bei 6,69 Mio. Tonnen für den Bundestaat Paraná. Man solle aber davon ausgehen, dass diese Werte noch einmal nach unten revidiert werden müssen.

Auch im Bundesstaat Mato Grosso gab es ähnliche Probleme: Durch starke Regenfälle verzögerte sich die Aussaat im Januar und Februar, anschließend kam es zu einer Dürreperiode. CONAB schätze für Mato Grosso eine Wintermaisernte von 7,06 Mio. Tonnen. Allerdings solle dieser Wert ebenso nach unten revidiert werden. (ds)