Produktion bei Mopeds - drastischer Anstieg nach der WM. / Copyright: Agência Brasil
Produktion bei Mopeds - drastischer Anstieg nach der WM. / Copyright: Agência Brasil

Produktion bei Mopeds – drastischer Anstieg nach der WM. / Copyright: Agência Brasil

Während der Verkauf von Mopeds und Motorrädern im vergangenen Halbjahr leicht rückgängig war, stieg die Produktion zuletzt wieder an. Nach Ende der Winterferien sei die Zahl der hergestellten Mopeds und Motorrädern nach Ende der Ferien stark angestiegen. Dies geht aus Bericht des Brasilianischen Verbands der Produzenten von Zweirädern (Associação Brasileira de Fabricantes de Motocicletas, Ciclomotores, Motonetas, Bicicletas e similares, kurz: Abraciclo) hervor.

Demnach seien in den Produktionsstätten von Manaus im vergangenen Monat 135.500 Zweiräder vom Band gelaufen. Dies seien 74,2 Prozent mehr als im Vormonat und 18,2 Prozent mehr als im Juli 2013, wie der Verband mitteilt. In beiden Vergleichsmonaten hätten jedoch jeweils Ferienzeiten stattgefunden, was den drastischen Produktionsanstieg erkläre, wie die Zeitung Valor Econômico (08.8.) schreibt. Die betrieblichen Ferien wurden in Erwartung der Absatzschwierigkeiten während der Fußball-WM dieses Jahr auf Juni vorgezogen.

Die Auslieferungen von Mopeds und Motorrädern an die Zwischenhändler stiegen gleichzeitig um 40,9 Prozent im Vergleich zum Juni und um 6,7 Prozent im Vergleich zu Juli 2013. Damit seien insgesamt 113.000 Stück ausgeliefert worden, wie aus dem Bericht der Abraciclo hervorgeht.

Generell jedoch sei ein Abfall der Verkaufszahlen zu registrieren, heißt es im Valor Econômico. Die guten Zahlen des Julis spiegelten keinesfalls die Bilanz des laufenden Jahres wider. Seit Januar hätte die Fabriken ihre Produktion um 5,2 Prozent zurückgefahren. Im ersten Halbjahr 2014 verließen so 905.100 Zweiräder die Werkstore vorwiegend in der Industrie-Sonderzone von Manaus. Die Ausfuhr an die Händler ging gar um zehn Prozent zurück, so dass sich auch die Lager füllten.

Bei den Exporten seien, laut Bericht, mit einem Minus von 2,5 Prozent kaum Einbußen zu vermerken. Dies sei noch immer eine Stückzahl von rund 53.000 bis Juli dieses Jahres. (ms)