Russische und brasilianische Vertreter auf der zweiten Brasilien-Russland-Agrarversammlung / Copyright: Agência Brasil
Russische und brasilianische Vertreter auf der zweiten Brasilien-Russland-Agrarversammlung / Copyright: Agência Brasil

Russische und brasilianische Vertreter auf der zweiten Brasilien-Russland-Agrarversammlung / Copyright: Agência Brasil

Seit gestern findet im brasilianischen Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento) die zweite Brasilien-Russland-Agrarversammlung (2ª Reunião do Comitê Agrário Brasil-Rússia) statt, an der Vertreter der Branche über Fragen des Exports und Imports der beiden Länder diskutieren. Hierbei versucht man zu einer Einigung zu kommen und Richtlinien für ein Zertifikat für brasilianische Exportprodukte aufzustellen.

Brasilien sei für einen reibungslosen Ablauf und wolle Verzögerungen auf dem russischen Markt vermeiden, so teilte der Sekretär für landwirtschaftliche Verteidigung, Ênio Pereira, mit. Einige Fortschritte konnten bereits erzielt werden. Denn Ende des vergangenen Jahres hatte Russland das Embargo auf Fleisch dreier brasilianischer Staaten wieder aufgehoben. Das Embargo wurde zuvor verhangen, da die sanitären Richtlinien der beiden Länder nicht übereinstimmten.

Laut Pereira würden die Unstimmigkeiten Brasiliens und Russlands auf konzeptionellen und klimatischen Unterschieden beruhen. Einige Praktiken, die beispielweise in Russland verboten sind, würden in Brasilien ohne Probleme praktiziert werden, zum Beispiel was die Handhabung der Gehege betrifft. „Die Gehege sind hier aufgrund der Wärme offen. Wir müssen zeigen, dass diese anderen Praktiken gerechtfertigt sind. Brasilien nutzt beispielsweise Chlor im Wasser, während das in Russland verboten ist“, so Pereira. Um zeitnah zu einer Einigung zu kommen und Missverständnissen vorzubeugen habe Pereira die Möglichkeit, russische Minister der sanitären Bereiche zu konsultieren. (ds)