Dilma Rousseff bei der Besichtigung des Umleitungsprojekts Rio São Francisco im Februar 2012 / Copyright: Creative Commons, Blog do Planalt, R. Stuckert Filho

Dilma Rousseff bei der Besichtigung des Umleitungsprojekts Rio São Francisco im Februar 2012 / Copyright: Creative Commons, Blog do Planalto, R. Stuckert Filho

Gestern (21.02.) gab die brasilianische Präsidentin, Dilma Rousseff, in ihrer wöchentlichen Kolumne „Gespräch mit der Präsidentin“ („Conversa com a Presidenta”) bekannt, dass mit dem gestrigen Tag die Bauarbeiten am Großprojekt des Flusses Rio São Francisco, im Nordosten Brasiliens, wieder aufgenommen worden seien.

Die Bauarbeiten begannen 2007 unter dem damaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Ziel der Umleitung des Flusses ist es, Teile der Wassermassen über mehr als 600 Kilometer lange Betonkanäle in vier weitere Staaten zu leiten: Ceará, Rio Grande do Norte, Paraíba und Pernambuco.

Das Umleitungsprojekt war während Rousseffs erstem Regierungsjahr einer Prüfung unterzogen worden. Im Zuge dessen war, in Übereinkunft mit der Präsidentin, das Ministerium für Nationale Integration (Ministério da Integração Nacional) 2011 erneut mit den Baufirmen in Verhandlungen über die Verträge getreten und wurde ebenso mit der Findung eines geeigneten Instruments zur Fortschrittsüberwachung beauftragt. Seither befand sich das Projekt im Baustopp.

Anfang des Monats hatte die Präsidentin bereits verschiedene Abschnitte des Projekts in den Bundesstaaten Pernambuco und Ceará besucht.

Die Wiederaufnahme der Bauarbeiten finde nun an neun der insgesamt 14 Posten auf der Nord- und Ostachse des geplanten Flussverlaufs statt. Die ersten Abschnitte sollen bis Ende des Jahres, vier weitere bis zum Jahr 2014 und der letzte Abschnitt bis 2015 fertig gestellt werden, versicherte Rousseff.

Die Präsidentin betonte, sie wolle jetzt Ergebnisse und die Einhaltung der Fristen sehen und versprach, diese vom Minister für Nationale Integration, Fernando Bezerra Coelho, einzufordern. Er wiederum solle dasselbe von seinen Angestellten einfordern und sie alle gemeinsam, so Rousseff, sollten dies von den Privatfirmen und dem Militär – den Zuständigen für die Ausführung der Bauarbeiten – einfordern. (jv)