Der Bürgermeister São Paulos, Fernando Haddad, hält das neue Wohnungsbauprogramm als bedeutende Maßnahme, um das Ungleichwicht der Stadt zu verringern / Copyright: Agência Brasil
Der Bürgermeister São Paulos, Fernando Haddad, hält das neue Wohnungsbauprogramm als bedeutende Maßnahme, um das Ungleichwicht der Stadt zu verringern / Copyright: Agência Brasil

Der Bürgermeister São Paulos, Fernando Haddad, hält das neue Wohnungsbauprogramm als bedeutende Maßnahme, um das Ungleichwicht der Stadt zu verringern / Copyright: Agência Brasil

In Zusammenarbeit mit der Regierung des Bundesstaates São Paulo, der Präfektur São Paulos und der brasilianischen Regierung wurde gestern (28.02.) ein neues Projekt ins Leben gerufen, das den Bau von 20.000 Wohneinheiten im Zentrum der Stadt vorsieht. Die Häuser sollen zwischen den Flüssen Tietê und Pinheiros durch die Unterstützung von öffentlich-privaten Partnerschaften errichtet werden.

Insgesamt sollen 4,6 Milliarden Reais (ca. 1,7 Milliarden Euro) in die Bauvorhaben investiert werden, davon stammen 2,6 Milliarden Reais von privaten Initiativen und 1,6 Milliarden Reais von der Regierung des Bundesstaates in Zusammenarbeit mit dem Wohnungsbauprogramm „Mein Haus, Mein Leben“ (Programa Minha Casa, Minha Vida). Die Präfektur São Paulos wird das Projekt mit 404 Millionen Reais unterstützen.

„Wir sind dabei, das große Ungleichgewicht in der Stadt auszugleichen, das verursacht, dass Wohnort und Arbeitsplatz der Einwohner gezwungenermaßen weit voneinander entfernt liegen. Dieses Problem bringt vor allem Schwierigkeiten in der städtischen Mobilität mit sich, was nicht nur mit dem Transportwesen auszugleichen ist“, so Fernando Haddad, Bürgermeister São Paulos.

„Wir wollen den Menschen wieder ermöglichen, im Stadtzentrum zu wohnen, wo sich ein Fünftel der Arbeitsplätze der Stadt ansiedelt. In Verbindung damit soll sich die Zeit verringern, die die Bewohner brauchen, um zu ihren Arbeitsplätzen zu kommen, und gleichzeitig soll das Stadtzentrum wiederaufgebaut werden“, teilte der Gouverneur Geraldo Alckmin mit.

Nach Präsentation und genauer Analyse des Programmplans sollen die Ausschreibungsunterlagen im Mai veröffentlicht werden. Voraussichtlich geht die Vertragsunterzeichnung mit den Unternehmen im Oktober 2013 vonstatten. Die Projekte werden eine Laufzeit zwischen zwei und sechs Jahren haben. (ds)