São Paulo: Dramatischer Anstieg von Neuaufnahmen in das Zentrum für Drogenabhängige, CRATOD, im Zentrum der Stadt. Mit 80 Zugängen am vergangenen Montag (21.01.) und Dienstag (22.01) waren dies mehr als verdoppelt so viel wie in einer ganzen der Woche zuvor / Copyright: Governo do Estado de São Paulo
São Paulo: Dramatischer Anstieg von Neuaufnahmen in das Zentrum für Drogenabhängige, CRATOD, im Zentrum der Stadt. Mit 80 Zugängen am vergangenen Montag (21.01.) und Dienstag (22.01) waren dies mehr als verdoppelt so viel wie in einer ganzen der Woche zuvor / Copyright: Governo do Estado de São Paulo

São Paulo: Dramatischer Anstieg von Neuaufnahmen in das Zentrum für Drogenabhängige, CRATOD, im Zentrum der Stadt. Mit 80 Zugängen am vergangenen Montag (21.01.) und Dienstag (22.01) waren dies mehr als verdoppelt so viel wie in einer ganzen der Woche zuvor / Copyright: Governo do Estado de São Paulo

Auf Grund der hohen Nachfrage sollen die Plätze in Rehabilitationszentren für Drogenabhängige in São Paulo drastisch erhöht werden. Der regierende Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, Geraldo Alckmin, gab am gestrigen Mittwoch (23.01.) bekannt, dass die Regierung auf Grund der hohen Nachfrage in den vergangenen Tagen die Bettenanzahl um 66 Stück von 691 auf 757 aufstocken werde.

Der Kampf und die Behandlung von Drogensucht gehören seit Mitte des Jahre 2012 zu den wesentlichen Punkten öffentlicher Politik von Stadt und Staat São Paulo. Um auf die vielen Drogenabhängigen, insbesondere Cracksüchtige in der Stadt zu reagieren, wurde das Zentrum für Behandlung von Alkohol, Tabak und anderen Drogen (Centro de Referência de Álcool, Tabaco e outras Drogas, kurz: Cratod) im Zentrum der Stadt gegründet.

Auf den steigenden Andrang antwortete die Regierung Alckmin abermals mit einer Erhöhung der Bettenanzahl. Allein vergangenen Montag (21.01.) und Dienstag (22.01.) war die Menge der Neuaufnahmen von Drogenabhängigen auf jeweils 80 hochgeschnellt. Zuvor betrug der Wochendurchschnitt rund 30 Einweisungen. Von denen ist der Großteil freiwilliger Natur. Demnach suchen die betroffenen Abhängigen diese Einrichtungen aus eigener Entscheidung auf. Jedoch sind auch Zwangseinweisungen seitens der Angehörigen mit richterlicher Genehmigung erlaubt.

Polemik hatte die öffentliche Politik insbesondere deshalb hervorgerufen, weil seit vergangenem Jahr sogenannte Zwangseinweisungen (Internação compulsória) von Schwerstabhängigen in Einheit mit starker gesundheitlicher Gefährdung durch Polizei oder Sozialarbeiter gesetzlich erlaubt wurden. (ms)