Das neue System zur Wasserversorgung in der Stadt Sao Paulo soll 2,6 Milliarden Reais kosten. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09
Das neue System zur Wasserversorgung in der Stadt Sao Paulo soll 2,6 Milliarden Reais kosten. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09

Das neue System zur Wasserversorgung in der Stadt Sao Paulo soll 2,6 Milliarden Reais kosten. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, Geraldo Alckmin, haben am Donnerstag (4.12) einen Vertrag unterzeichnet, um ein neues System zur Wasserversorgung für die Metropolregion der Stadt São Paulo zu bauen. Das System São Lourenço soll 2,6 Milliarden Reais kosten und wird über eine öffentlich-private Partnerschaft finanziert werden, wobei ein Teil des Gelds aus den Mitteln aus dem Garantiefonds für Arbeitnehmer der Caixa Econômica Federal stammt.

Der Bau soll schließlich 1,5 Millionen Menschen in sieben Gemeinden im Osten der Metropolregion zugute kommen. Vor allem sollen sie dank des neuen Systems unabhängiger der anderen Versorgungssysteme werden wie dem Cantareira-System, das aufgrund des Wassermangels einen Kollaps erlitten hat. Der Bau des neuen Systems hat bereits begonnen und soll Mitte 2017 abgeschlossen sein. Dabei wird das Wasser aus dem Fluss São Lourenço kommen.

Alckmin bedankte sich für die Unterstützung der Bundesregierung beim Bau und sagte, dass die Zusammenarbeit von Bund und Staat „ein gutes Beispiel für die Kooperation zwischen beiden Seiten im Land sei.“ Auch Rousseff betonte, wie wichtig die Verbindung zwischen Bundesland und Bundesregierung beim Kampf gegen die Wasserkrise im größten Bundesland Brasiliens sei.

„Es ist unmöglich, dass Brasilien zulässt, dass die Hauptstadt des größten Bundeslandes im Land und der größten Stadt in Lateinamerika von einer solchen Situation bedroht wird. Deshalb sind wir hier und schließen uns zusammen. Denn die Lösung kommt nicht nur der Bevölkerung Sao Paulos zugute, sondern allen Menschen in Brasilien. Am Ende hängt jedes Bundesland von dem Wachstum der anderen ab“, so die Präsidentin. (ls)