Projektion der neuen Allianz-Arena in São Paulo. / Copyright: Courtesy
Projektion der neuen Allianz-Arena in São Paulo. / Copyright: Courtesy

Projektion der neuen Allianz-Arena in São Paulo. / Copyright: Allianz SE

Seit vergangem Montag (29.04.) steht es fest: Die Allianz-Versicherung wird Namenspatronin für ein weiteres Stadion und zwar in São Paulo. Die Schwester der Münchener Arena, die Nova Arena, wird zentrumsnah stehen und ist Sitz des Traditionsvereins Palmeiras, dessen Mannschaft von Gilson Kleina trainiert wird. Das Stadion ist zwar keine WM-Austragungsstätte, wird aber zum Multifunktions-Stadion ausgebaut.

Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 330 Millionen Reais (circa 125 Millionen Euro). Nach Angaben aus der lokalen Presse soll sich die Allianz Versicherung mit 300 Millionen Reais (rund 114 Millionen Euro) daran beteiligt haben. Dies wäre der größte Namens-Deal in der Geschichte Brasiliens. Im Gegenzug erhält die Allianz die Namensrechte für die kommenden 20 Jahre. Das Stadion selbst soll bereits Ende des Jahres oder Anfang 2014 fertig sein und löst damit die alte Heimstätte von Palmeiras, das relativ kleine Stadion „Palestra Itália“ ab. Die sogenannte Allianz-Arena São Paulo wird über 45.000 überdachte Sitze und weitere 12.000 freiliegende Plätze verfügen. Dazu kommen 3.000 Plätze in Logen, Restaurants und ein Kongresszentrum.

São Paulo und insbesondere für Brasilien sei der Allianz nicht schwer gefallen. Eigenen Angaben zufolge erwirtschaftet die Allianz-Gruppe Lateinamerika 61 Prozent der Umsätze in Brasilien. Die Namenspartnerschaft verdeutliche zudem das Vertrauen, das die Allianz in das große Marktpotential von Sportereignissen in der Stadt setze, so Edward Lange, Vorstand der Allianz Seguros in Brasilien. Für die Umsetzung des Bauvorhaben ist das Unternehmen WTorre verantwortlich, das bereits seit 30 Jahren für größere Bauten für den Publikumsbetrieb bekannt ist. Die Bewirtschaftung der Nova Allianz-Arena übernimmt die AEG (Anschutz Entertainment Group). Das nach eigenen Angaben weltgrößte Unternehmen für Entertainment unterhält derzeit 120 Stadien. (ms)