Brasilianer in der Stadt São Paulo wollen im zweiten Quartal des Jahres vor allem Schuhe und Kleidung kaufen. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius
Brasilianer in der Stadt São Paulo wollen im zweiten Quartal des Jahres vor allem Schuhe und Kleidung kaufen. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius

Brasilianer in der Stadt São Paulo wollen im zweiten Quartal des Jahres vor allem Schuhe und Kleidung kaufen. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius

Mehr als die Hälfte der Paulistaner (Einwohner der Stadt São Paulo), die an einer regelmäßigen Studie zur Kaufabsicht von der Stiftung Management Institut (Fundação Instituto de Administração, kurz: FIA) teilgenommen haben, wollen von April bis Juni langlebige Güter anschaffen. Genau sind es 53,2 Prozent der Befragten, im ersten Quartal des Jahres lag die Kaufbereitschaft für langlebige Güter noch bei 49,6 Prozent.

Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres allerdings ist der Wert um sechs Prozentpunkte gesunken, damals lag die Kaufbereitschaft noch bei 59,2 Prozent. Im Zeitverlauf der Untersuchungsserie seit 1999 zeigt sich außerdem: Der diesjährige Wert ist der niedrigste für das zweite Quartal eines Jahres seit 2004. Vor gut zehn Jahren gaben nur 45,1 Prozent der Paulistaner an, kaufwillig zu sein.

An der Umfrage nehmen 500 Verbraucher teil, die Auskunft über den Wert geben, den sie für bestimmte Produkte ausgeben wollen: Elektronik, Computer, Bett und Bad, Möbel, Telefonie und Handys, Baumaterialien, Haushaltsgeräte, Kleidung und Schuhe, Autos, Motorräder, Immobilien, Reisen und Tourismus. Sie werden auch nach ihrer Nutzung von Krediten gefragt.

Am meisten wollen die Befragten für Kleidung und Schuhe ausgeben (21 Prozent), gefolgt von der Telefonie und Handys (11,8 Prozent) sowie Reisen und Tourismus (10,6 Prozent). An vierter Stelle kommen Elektrogeräte (9 Prozent), wozu auch Fernseher gehören – ein Konsumgut, das immer besondere Attraktivität in Jahren mit Großereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft hat.

Für den Präsidenten der Stiftung FIA Claudio Felisoni de Angelo ist das Ergebnis „besorgniserregend“: neben der Weltmeisterschaft würden in dieses Quartal auch so wichtige Ereignisse für den Handel fallen wie der Muttertag und der Valentinstag.

Die Absicht über das Internet einzukaufen ist auch nicht mehr so groß wie noch im ersten Quartal des Jahres und sank von 88,3 Prozent auf 85,3 Prozent. (ls)