Rund vier Millionen Paulistas nutzen täglich das Metrosystem der Stadt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, LeoMSantos
Rund vier Millionen Paulistas nutzen täglich das Metrosystem der Stadt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, LeoMSantos

Rund vier Millionen Paulistas nutzen täglich das Metrosystem der Stadt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, LeoMSantos

Würde es die Metro in São Paulo nicht geben, hätte die Stadt unter rund 30 Prozent mehr Luftverschmutzung zu leiden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der  Staatlichen Universität von São Paulo (Universidade Federal de São Paulo, kurz: Unifesp). Die Metro der Stadt, die täglich ca. vier Millionen Menschen befördert ist demnach eines der wichtigsten Transportmöglichkeiten der Metropole. Insgesamt erfassten die Forscher jedoch einen Anstieg der Luftverschmutzung innerhalb São Paulos.

Die Professorin Simone Georges Miraglia erklärte, dass man im vorigen Jahrzehnt ab dem Jahr 2000 die Luftverschmutzung in São Paulo gemessen habe und die Werte der Tage an denen es ganz normalen Metrobetrieb gegeben habe mit Auswertungen verglichen habe, an denen der Betrieb aufgrund von Streiks nicht planmäßig funktionierte. Miraglia betonte, dass es an den Tagen mit eingeschränktem Metrobetrieb einen erheblichen Anstieg der umweltschädlichen Substanzen in der Luft gegeben habe.

Die erhöhte Verschmutzung der Luft habe an diesen Tagen auch direkte Konsequenzen gehabt. An medizinischen Hilfsposten und in den Krankenhäusern seien deutlich mehr Menschen mit Beschwerden behandelt worden, die auf schlechte Luft und Sauerstoffmangel zurück zu führen waren. Durch die gesteigerte Luftverschmutzung in den vergangenen Jahren sei es insgesamt zu einer Häufung von Atemwegs-, Herzmuskel- und Augenerkrankungen gekommen. (sg)