Die Leute sparen ihr Weihnachtsgeld. Die Handelskammer São Paulo sieht dieses Jahr ein geringes Weinachtsgeschäft voraus. /Copyright Agência Brasil
Die Leute sparen ihr Weihnachtsgeld. Die Handelskammer São Paulo sieht dieses Jahr ein geringes Weinachtsgeschäft voraus. /Copyright Agência Brasil

Die Leute sparen ihr Weihnachtsgeld. Die Handelskammer São Paulo sieht dieses Jahr ein geringes Weinachtsgeschäft voraus. /Copyright Agência Brasil

Nach Jahren des Konsums legt der brasilianische Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld dieses Jahr am ehesten zur Seite. Wie eine jüngste Studie der Handelskammer von São Paulo (Associação Comercial de São Paulo, kurz: ACSP) zeigt, beabsichtigen 32,6 Prozent der Befragten das in Brasilien als 13. Gehalt bekannte Weihnachtsgeld für das kommende Jahr zu anzusparen. Mit 30,4 Prozent an zweiter Stelle werde das Geld für den Kauf von Geschenken gebraucht, wie die Umfrage unter 1.000 Personen in 70 Städten ergab.

„Das Ergebnis überraschte uns“, wird der Ökonom Emílio Alfieri von der Handelskammer in der Tageszeitung Estado de São Paulo zitiert. In Bezug auf die brasilianische Wirtschaft im kommenden Jahr gebe es viele Ungewissheiten. Dieses Panorama habe das Vertrauen des Konsumenten beeinträchtigt. Es scheine, als würde sich allgemein darauf vorbereitet, Schulden zu machen beziehungsweise solche mit dem Angesparten zu umgehen.

Sollte sich dies bewahrheiten, so Alfieri weiter, werden die Sparbücher neue Rekordmarken erzielen. Im November sei dies bereits geschehen. Der Bruch bei den Ausgaben wirke sich zwar negativ auf das Weihnachtsgeschäft aus. Im kommenden Jahr aber werde vor allem der Einzelhandel davon profitieren, so der Handelskammervertreter.

In den vergangen Jahren wurde das Ranking von Ausgaben für Geschenke angeführt. Während in den Jahren zuvor noch an gleicher Stelle die Tilgung von Schulden angegeben wurde. (ms)