In den vergangenen zwölf Monaten wurden knapp 86.000 Industriearbeitsplätze gestrichen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert
In den vergangenen zwölf Monaten wurden knapp 86.000 Industriearbeitsplätze gestrichen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

In den vergangenen zwölf Monaten wurden knapp 86.000 Industriearbeitsplätze gestrichen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

São Paulos Industrie wird voraussichtlich bis zum Ende dieses Jahres rund 100.000 Arbeiter entlassen müssen. Dies geht aus Schätzungen des Industriebundes des Bundesstaates São Paulos (Federação das Indústrias do Estado de São Paulo, kurz: Fiesp) hervor. Paulo Francini, Direktor für wirtschaftliche Studien des Fiesp, erklärte, dass die Industrie São Paulos am Ende des Jahres eine Umsatzeinbuße von bis zu 2,3 Prozent verzeichnen werde. Daraus könne man ableiten, dass die Konsequenz die Entlassung von ca. 100.000 Arbeitern sein könne.

Bereits im Juni wurden 7.000 Arbeitsplätze in der Industrie des Bundesstaates gestrichen. Dabei handelt es sich, mit Ausnahme der Anzahl an krisenbedingten Entlassungen im Jahr 2009, um den höchstens Wert seit 2006. Im Mai diesen Jahres wurde zwischenzeitlich zwar ein Anstieg von immerhin 0,33 Prozent registriert, für Paulo Francini war dies jedoch lediglich ein kurzes Aufatmen.

Nach Informationen der Fiesp wurden in den letzten zwölf Monaten insgesamt 86.000 Industriearbeitsplätze gestrichen. Insgesamt wurden damit 3,19 Prozent der gesamten Stellen gestrichen. Zwar wurden im Gegenzug zwischen Januar und Juni dieses Jahres an anderen Stellen bis zu 31.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, diese konnten den Verlust jedoch nicht hinreichend kompensieren.

Paulo Francini erklärte außerdem, dass man die Vorhersage des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegebenenfalls nochmals anpassen müsse, womit Francini eine Senkung des erwarteten BIPs meint. Die letzte Vorhersage belief sich auf ein BIP von 1,8 Prozent für das Jahr 2012. (sg)