Heute stimmen die Gewerkschaftsmitglieder über das Abkommen zwischen General Motors und der Gewerkschaftsführung über die Zukunfts des Werkes in São José dos Campos ab. Betroffen sind 1500 Arbeiter. / Copyright: Agência Brasil
Heute stimmen die Gewerkschaftsmitglieder über das Abkommen zwischen General Motors und der Gewerkschaftsführung über die Zukunfts des Werkes in São José dos Campos ab. Betroffen sind 1500 Arbeiter. / Copyright: Agência Brasil

Heute stimmen die Gewerkschaftsmitglieder über das Abkommen zwischen General Motors und der Gewerkschaftsführung über die Zukunft des Werkes in São José dos Campos ab. Betroffen sind 1500 Arbeiter. / Copyright: Agência Brasil

Am heutigen Montag (28.01.) stimmen die Mitglieder der brasilianischen Metallarbeitergewerkschaft (CUT) aus einer von acht General Motors-Fabriken über ein Abkommen ab, das vergangenen Freitag (25.01.) zwischen der Gewerkschaftsführung und Vertretern des Automobilherstellers ausgehandelt wurde. Nach Ende der neun stündigen Sitzung zeigten sich beide Seiten erfreut über das nun vorliegende Ergebnis der Verhandlung, wobei die Gewerkschaft das Resultat als Erfolg auf ihrer Seite wertete.  General Motors (GM) hatte zuvor angekündigt, das Werk zu schließen. Rund 1.500 Arbeiter sollten entlassen werden.

Dem Abkommen zu Folge sieht der US-amerikanische Automobilkonzern von der Schließung des in der Nähe von São Paulo in São José dos Campos gelegenen Werkes ab. Stattdessen verspricht GM 500 Millionen Reais (ca. 182 Millionen Euro) in neue Produktionslinien für Motoren und Getriebe des Pick-Up S10 zu investieren. Auf diese Weise soll die Hälfte der 1.500 Arbeiter weiterbeschäftigt werden. Des Weiteren ist vorgesehen 750 Arbeiter, die vor der Entlassung standen, in der Produktion des Modells Classic zumindest bis Jahresende aufzufangen. Dazu würden die Beschäftigten in einen zweiwöchigen Zwangsurlaub versetzt werden, damit GM die Produktionslinien wieder für das Modell Classic umbauen und Bauteile bereitstellen kann.

Für den Teil der von der Entlassung bedrohten Arbeiter, der kurz vor dem Rentenalter steht, sollen Möglichkeiten einer Frührente gefunden werden. Die Gewerkschaft setzte gleichzeitig eine Erhöhung der Löhne durch. Demnach steigt das monatliche Gehalt zukünftig auf 1.800 Reais (rund 658 Euro). (ms)