São Paulos Industrie schwächelt bei Arbeitsplatzschaffung

08.08.2012 | Wirtschaft |
Sao Paulo hat in diesem Jahr lediglich 31,2 Prozent der neuen Arbeitsplätze geschaffen, Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomas Castelazo

São Paulo hat in diesem Halbjahr lediglich 32,1 Prozent der neuen Arbeitsplätze geschaffen, Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomas Castelazo

Die Wirtschaft São Paulos war im letzten Jahrzehnt konsequent für den Großteil neu geschaffener Arbeitsplätze verantwortlich. 2006 lagen 45,6 Prozent der neuen Arbeitsplätze Brasiliens im Bundesstaat São Paulo. In diesem ersten Halbjahr verzeichnet São Paulo nun den tiefsten Wert an neu geschaffenen Arbeitsplätzen seit zehn Jahren. Nur noch 32,1 Prozent aller neu bereitgestellten Jobs liegen in São Paulo.

Der Grund für den Rückgang der neuen Arbeitsplätze ist die von der Krise betroffene Industrie. Der Bundesstaat beherbergt einen Großteil der gesamten brasilianischen Industrie und hat besonders unter dem Rückgang der industriellen Produktion zu leiden. Vor allem der Nachfragerückgang aus den europäischen Ländern und der USA schlägt sich in der brasilianischen Industrie nieder. Auch mit der Konkurrenz aus dem asiatischen Raum hat Brasilien zu kämpfen und der schlechte Dollarwert ist ebenfalls problematisch.

Abgesehen von dem Rückgang der Industrieleistung São Paulos ist auch die Relokalisierung vieler Produktionsstätten in Regionen mit günstigeren Arbeitskräften ein Grund für den Rückgang neu geschaffener Arbeitsplätze. Darüber hinaus gäben andere brasilianische Bundesstaaten steuerliche Vergünstigungen, die viele Unternehmen aus São Paulo herauslocken. Vor allem im Norden und im Nordosten haben sich in den letzten Jahren viele Produktionsstätten angesiedelt. Trotz wachsender Herausforderungen behält São Paulo jedoch seinen Platz als größte Wirtschaftsregion Brasiliens weiterhin bei. (sg)


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