Rio de Janeiro will seinen Hafen wegen einer Segelveranstaltung für einige Tage stundenweise schließen - die Schiffer fürchten herbe Verluste. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo
Rio de Janeiro will seinen Hafen wegen einer Segelveranstaltung für einige Tage stundenweise schließen - die Schiffer fürchten herbe Verluste. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo

Rio de Janeiro will seinen Hafen wegen einer Segelveranstaltung für einige Tage stundenweise schließen – die Schiffer fürchten herbe Verluste. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo

Die Einschränkung des Schiffsverkehrs in der Guanabara-Bucht im Bundesstaat Rio de Janeiro, verhängt von der Hafenbehörde aufgrund einer internationale Segelregatta“ als erste Testveranstaltung für die Olympischen Spiele in 2016, wird voraussichtlich einen Verlust in Millionenhöhe verursachen. Die entsprechende Beschwerde kommt von dem Unternehmer André de Seixas, Geschäftsführer eines Logistikunternehmens, der eine Vereinigung von Hafennutzern in Rio de Janeiro gründen will, um die Hafendienstleistungen zu verbessern.

Die Schifffahrt wird im südlichen Teil der Guanabara-Bucht zwischen dem 3. und 9. August, zwischen 11 und 17 Uhr nicht möglich sein. Laut Seixas legt dies den Hafenbetrieb lahm, da die Schiffe dadurch weder in die Bucht ein- noch ausfahren könnten. Er arbeitet seit 22 Jahren in der Branche und sagt, dass kein Land seine Häfen schließe.

„Ein Hafen ist eine Handelsgrenze und kein einziges Länder, ob Entwicklungs- oder Industrieland, schließt jemals seine Häfen. Die Häfen dieser Länder sind heilig, niemand darf sie schließen, niemand darf einem Schiff den Zugang verwehren, vor allem nicht zu den normalen Geschäftszeiten. Wir wussten, dass die Regatta stattfinden würde, aber wir wussten nicht, dass dies im südlichen Teil der Bucht ausgetragen werden würde, wo sich die Terminals befinden und was die Einfahrt der Schiffe unmöglich macht“, erklärt Seixas.

Laut dem Unternehmer nutzen jede Woche „hunderte“ Schiffe den Hafen von Rio, sodass der durch die Schließung verursachte Schaden „unermesslich“ ausfallen würde. „Die Hafenarbeiten sind sehr effizient geplant, sie können weder auf See noch an Land angehalten werden. Zeit ist heute Geld, wenn ein Schiff sechs Stunden auf seine Einfahrt warten muss, verliert es Geld. Ein wartendes Containerschiff beispielsweise kostet 100.000 US-Dollar pro Tag. Wenn dieses also sechs Stunden ohne Grund warten muss, macht das 20.000 US-Dollar Schaden.“ (ls)