Brasilien als größter Kaffeehersteller hinkt den anderen Ländern hinterher. / Copyright: Wikimedia Commons, MarkSweep

Brasilien ist der größte Hersteller und Exporteur von Kaffee weltweit. Allerdings hat das Land Probleme für sein Produkt einen angemessenen Preis zu erzielen. Das ist das Resultat einer Studie des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Mdic), die die wesentlichen Schwierigkeiten Brasiliens beim Verkauf von Kaffee auf den internationalen Märkten belegt.

Laut dem Ministerium hat das südamerikanische Land im vergangenen Jahr Kaffee im Wert von 6,6 Milliarden US-Dollar exportiert. Davon machte 90,6 Prozent, oder 6,041 Milliarden US-Dollar, grüner Kaffee aus. Bei grünem Kaffee handelt es sich um die rohen Bohnen. Der Rest der brasilianischen Kaffee-Exporte in 2014, 563,3 Millionen US-Dollar beziehungsweise 8,45 Prozent, machte Instant Kaffee aus. Weitere Kaffeeprodukte summierten 45,83 Millionen US-Dollar, oder 0,68 Prozent der Gesamtexporte.

Gerösteter Kaffee, der in Menge mehr als doppelt so viel ins Ausland geht als grüne Kaffeebohnen, brachte allerdings nur 11,6 Millionen US-Dollar (0,17 Prozent) ein. Zudem stagnierte der Verkauf von Instant Kaffee. Nach Angaben von Mitarbeitern des Ministeriums ist die Stagnation auf eine niedrige Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen, die sich insbesondere im sinkenden Anteil Brasiliens am Exportmarkt des Produkts zeigt.

Während der Erntezeit 2007/2008 exportierte Brasilien 3,53 Millionen Säcke Instant Kaffee, während die anderen Exportländer von diesem Produkt 3,55 Millionene Säcke verkauften. Fünf Jahre später während der Erntezeit 2012/2013 betrug die Exportmenge Brasiliens nur noch 3,44 Millionen Säcke, die anderen Exportländer konnten in dieser Zeit ihre Menge auf 7,76 Millionen Säcke erhöhen. (ls)

Quelle: Agência Brasil