Industrie leidet unter gefälschten Waren und Schmuggel. / Copyright: Wikimedia Commons, Manuel Strehl
Industrie leidet unter gefälschten Waren und Schmuggel. / Copyright: Wikimedia Commons, Manuel Strehl

Industrie leidet unter gefälschten Waren und Schmuggel. / Copyright: Wikimedia Commons, Manuel Strehl

Die brasilianische Industrie hat im vergangenen Jahr mindestens 30 Milliarden Reais an Umsatz wegen gefälschten Waren und Schmuggel verloren, wie aus eine Veröffentlichung des nationalen Forums gegen Piraterie und Illegalität (FNCP) hervorgeht. Da für die Studie nur 13 Sektoren betrachtet wurden, ist der tatsächliche Wert sehr wahrscheinlich noch höher.

„Jedes Jahr kommen geschmuggelte Waren im Wert von 20 Milliarden Reais allein aus Paraguay nach Brasilien. Das entspricht dem Umsatz der 17. größten Industrie im Land“, sagt der Präsident des FNCP, Edson Luiz Vismona. „Es ist Geld, das auch nicht durch Steuern wiederkommt, und sogar die Gesundheit der Verbraucher gefährden kann“, so Vismona, wobei er sich auf Zigarretten und Medikamente bezieht, die als Schmuggelware oder über den illegale Geschäfte nach Brasilien kommen.

Der illegale Handel mit Zigaretten setzte in 2012 4,88 Milliarden Reais um. Bei Parfum waren es im gleichen Jahr 2,45 Milliarden Reais, bei Brillen acht Milliarden Reais und bei Schönheitsprodukten 2,24 Milliarden Reais. Insgesamt lag der Umsatz im illegalen Handel in den 13 untersuchten Sektoren 2012 bei 24 Milliarden Reais. Ein Teil der illegal gehandelten Waren kann beschlagnahmt werden: Laut FNCP wurden zwischen 2010 und 2012 allein in der Stadt Sao Paulo Waren im Wert von zwei Milliarden Reais konfisziert. 1,68 Milliarden Reais waren es 2013 im Bundesdistrikt. (ls)