In einer Sitzung im Palácio da Alvorada traf sich Präsidentin Rousseff mit verschiedenen Ministern, um über die finanzielle Lage zu sprechen. / Copyright: Wikimedia Commons, Thum_Fel

Die brasilianische Regierung wird an diesem Mittwoch (22.07) voraussichtlich seine Zielvorgabe für den Primärüberschuss für dieses Jahr nach unten korrigieren, von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf einen Wert von etwa 0,15 Prozent, wie es aus nahestehenden Regierungskreisen heißt. Genauere Details wurden in einer Sitzung in der Nacht von Dienstag im Palácio da Alvorada mit der Präsidentin Dilma Rousseff und den Ministern für Finanzen, Joaquim Levy, für Planung, Nelson Barbosa, und des Bürgerhauses, Aloizio Mercadante, besprochen.

Die Regierung wird sich darum bemühen müssen, ein Defizit beim Primärüberschuss in diesem Jahr zu umgehen, schreibt die brasilianische Wirtschaftszeitung Valor Econômico. Sollte es einen Überschuss geben, wenn auch verschwindend gering, ist das schon eine gute Nachricht, heißt es aus Regierungskreisen.

Das Hauptmotiv für die Absenkung ist der starke Rückgang bei den Einnahmen, eine Folge der Rezession der Wirtschaft. Minister Levy räumte bereits am Dienstag (21.07) ein: „Es war für alle offensichtlich, dass wir Schwierigkeiten haben würden, das gesetzte Ziel nicht einhalten zu können aufgrund der Einnahmensituation.“

Levy stimmte allerdings gegen die Absenkung der Zielvorgabe, musste sich aber gegen die beiden anderen Minister Barbosa und Mercadante geschlagen geben. (ls)

Quelle: Valor Econômico



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