Durch den brasilianische Dienstleister für industrielle Bildung sollen in den nächsten drei Jahren 1,1 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden / Copyright: SENAI

Durch den brasilianischen Dienstleister für industrielle Bildung sollen in den nächsten drei Jahren 1,1 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden / Copyright: SENAI

Der brasilianische Dienstleister für industrielle Bildung SENAI (Serviço Nacional de Aprendizagem Industria) schätzte gestern (29.10.) ein, dass die Industrie in den nächsten drei Jahren 1,1 Millionen Arbeitsplätze im technischen Bereich und mittlerer Qualifikation hervorbringen werde. Des Weiteren sollen 6,1 Millionen Arbeiter für den technischen Fortschritt qualifiziert werden, so teilte der Generaldirektor des SENAI, Rafael Lucchesi, mit.

Durch das Projekt Mapa do Trabalho Industrial 2012 („Industrielle Arbeitskarte 2012“) des SENAI, das auf die Finanzierung von Angeboten zur beruflichen Bildung abzielt, sollen 625.000 Arbeitsplätze in den sechs folgenden Branchen entstehen: im Bauwesen, für Dienstleistungen der Industrie, in der Automobilherstellung, für Maschinen und Ausrüstungen, für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie für die Produktion von Kleidungsmitteln und Accessoires.

Laut Lucchesi würde das Projekt Jugendlichen bei der Berufswahl helfen und den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Allerdings merkte er an, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen auf die wirtschaftliche Stabilität Brasiliens angewiesen sei sowie an das erneute Wachstum des Landes.

Die Branchen mit der größten Nachfrage seien diejenigen, die direkt an den Konsum der Familien gebunden sind. So gäbe es vor allem Defizite bei Arbeitskräften im Bauwesen, in dem man 16.000 technische Fachkräfte benötige. Des Weiteren brauche man 9.500 Techniker zur Produktionskontrolle der Automobilherstellung.

Studien des SENAI zeigten außerdem, dass die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften mit Kenntnissen in Mathematik und Informatik sehr hoch sei. Auch in den Kursen, die von dem SENAI angeboten werden, gäbe es verstärkte Nachfrage nach Maschinenbauern für die Kleidungsindustrie und für Kunststoff- und Kautschukprodukte. (ds)