Der Außenhandel Brasiliens zeigt in diesem Jahr negative Tendenzen / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Ziko
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Laut Angaben von Experten sei einer der Gründe für die negative Handelsbilanz im September der sinkende Umsatz bei Fabrikatverkäufen nach Argentinien. Im vergangenen Monat verzeichnete man nämlich ein Defizit von 939 Millionen US-Dollar, das schlechteste Monatsergebnis seit dem Jahr 1998. Aber die schlechten Umsätze belasten das Land bereits seit Beginn des Jahres, von Januar bis September erreicht das negative Saldo 690 Millionen US-Dollar. Weitere Gründe für das Ergebnis im vergangenen Monat seien Preisreduzierungen und die Menge an Rohstoffen mit internationalen Preisen, die im Umlauf waren.

Roberto Dantas zufolge, Leiter der Abteilung für Statistik und Export des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, sei Argentinien zu 77 Prozent für den Rückgang der Exporte von industrialisierten Produkten in diesem Jahr verantwortlich, vor allem im Automobilsektor. Das Land war lange Haupthandelspartner Brasiliens, aber mittlerweile verkauft Brasilien mehr industrialisierte Produkte an die USA. Im September gingen Produkte in Höhe von 10,9 Milliarden US-Dollar nach Nordamerika und in Höhe von 9,8 US-Dollar nach Argentinien. Die Verkäufe ins Nachbarland sind um 39,7 Prozent im September im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Im Jahresverlauf waren es verglichen mit 2013 25,7 Prozent.

Was die einzelnen Produkte betrifft, so sank der Export von Eisenerz um 23,8 Prozent, von Sojabohnen um 30,5 Prozent, von Rohöl um 18,5 Prozent, von Sojamehl um 23,1 Prozent, von Mais um 38,9 Prozent und von Rindfleisch um 16,1 Prozent. Weiterhin gab es Preisreduzierungen bei Eisenerz in Höhe von 17,1 Prozent im Verlaufe des Jahres. Auch bei Mais registrierte man eine Reduzierung der Preise von 24,5 Prozent.  Außerdem sanken die Verkäufe aufgrund des stärkeren Angebots seitens der USA. Auf der anderen Seite verkaufte Brasilien im September verstärkt Erdöl und dessen Derivate. (ds)