Marina Silva äußert sich in Ceilândia im Bundesdistrik über die Prioritäten ihrer Politik / Copyright: Agência Brasil
Marina Silva äußert sich in Ceilândia im Bundesdistrikt über die Prioritäten ihrer Politik / Copyright: Agência Brasil

Marina Silva äußert sich in Ceilândia im Bundesdistrikt über die Prioritäten ihrer Politik. / Copyright: Agência Brasil

Die Präsidentschaftskandidatin Marina Silva der sozialistischen Partei PSB hat sich am Sonntag (14.09.) erneut für die Autonomie der brasilianischen Zentralbank (BC) ausgesprochen. Zudem versprach sie, zehn Prozent des Bruttoumsatzes in das Gesundheitswesen zu investieren.

„Es ist unsere Verpflichtung, weiterhin eine stabile Finanzpolitik zu garantieren, inklusive der Kontrolle der Inflation und der Einhaltung des Inflationsziels. Wir müssen auch daran arbeiten, Inflation zu verhindern, damit das Land in die Gesundheit, in die Bildung, in die öffentliche Sicherheit und in den Umweltschutz investieren kann“, so Silva. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass die Inflation bei 4,5 Prozent bleibt, dass Steuern reduziert werden und dass Investitionen gefördert werden, damit das Land wieder wachsen könne.

Ein weiterer Punkt, den die Politikerin ansprach, war die Erweiterung des Sozialhilfeprogramms „Familienbörse“ (Programa Bolsa Família) und des Wohnungsbauprogramms „Mein Haus, Mein Leben“ (Programa Minha Casa, Minha vida). Außerdem sollen zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Bildung fließen. In diesem Bereich will sie zusätzlich Ganztagsschulen etablieren.

Im Fortlauf ihrer Rede sprach sie über religiöse Unterschiede und betonte in diesem Zusammenhang, dass das Land laizistisch sei und dass sie dafür kämpfen werde, dass jeder Brasilianer seine Religion mit Respekt und Frieden ausleben könne, ohne Konflikte entstehen zu lassen. (ds)