Supermarkt in Brasilien / Copyright: Creativ Commons Dukejeffrie/flickr

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Die Lebensmittelpreise in Brasilien, die gerade den Auswirkungen der Inflation ausgesetzt sind, werden laut neuen Ergebnissen des Allgemeinen Marktpreisindexes (Índice Geral de Preços do Mercado, kurz: IGP-M) sinken können, so teilte die Stiftung Getúlio Vargas am Freitag (09.09.) mit. Den ersten Vorankündigungen von August zufolge sank die Inflationsrate von land- und viehwirtschaftlichen Produkten von 1,24 Prozent auf 0,88 Prozent.

Im Großhandelspreisindex (Índice de Preços ao Produtor Amplo, kurz: IPA), der einer der drei Werte des IGP-M darstellt, konnte diese Veränderung der land- und viehwirtschaftlichen Produkte registriert werden. Dies sei ein wichtiges Indiz für die Möglichkeit zur Deflation, so Salomão Quadros, Koordinator der Wirtschaftsstudien des Brasilianischen Wirtschaftsinstituts IBRE (Instituto Brasileiro de Economia, kurz: IBRE) der Stiftung Getúlio Vargas.

Diese Tendenz konnte bereits beim Preisrückgang der Industrieprodukte bemerkt werden. Laut Quadros hätte die Inflationsrate nur bei 1,56 Prozent gelegen, was im Vergleich zum Vormonat (mit 2,83 Prozent) einen Rückgang ausmache. Die stärkste Reduzierung gäbe es beim Rindfleisch. Sollte sich diese Tendenz in der Industrie festigen, sehe Quadros eine Verbesserung der Lage.

Im Einzelhandel seien die Preise immer noch sehr hoch. Der Verbraucherindex (Índice de Preços ao Consumidor, kurz: IPC) gab eine Steigerung von 0,42 Prozent an, höher als im gleichen Zeitraum des vergangenen Monats (0,07 Prozent).

Quadros bestätigte, dass dieser Wert auch im Laufe des Monats noch weiter steigen könne. Er hätte jedoch Hoffnungen auf die Auswirkungen des Rückgangs der Großhandelspreise. Diese könnten bewirken, dass auch die Preise im Einzelhandel ab Ende September sinken. (ds)