Marcelo Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten, spricht über die Situation des brasilianischen Volkes / Copyright: Agência Brasil
Marcelo Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten, spricht über die Situation des brasilianischen Volkes / Copyright: Agência Brasil

Marcelo Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten, spricht über die Situation Brasilianer. / Copyright: Agência Brasil

Laut Einschätzungen Marcelo Neris, neuer Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten, ist das Brasilien der Brasilianer in den vergangenen Jahren stärker gewachsen als das Brasilien der Ökonomen, so ging aus seiner Rede im Palast der Hochebene am vergangenen Dienstag (6.05) unter Anwesenheit der Präsidentin Dilma Rousseff hervor. Auch Repräsentanten anderer Bereiche wie Bildung, Gesundheit, soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung nahmen an der Tagung teil.

Bei seiner Einschätzung bezog sich Neri auf Faktoren wie die Einkommensverteilung, die Aufrechterhaltung des Lebensstandards, das Haushaltseinkommen sowie die Wahrnehmung der Menschen über ihre Lebensqualität. Dabei betonte der Minister, dass trotz des geringen Wirtschaftswachstums die soziale Ungleichheit sinken würde. Es wurden Daten der vergangenen zehn Jahre ausgewertet.

Neri zufolge hätte es also keine direkte Verbindung zwischen Wirtschaftsleistung und Arbeitsmarkt gegeben. Daher seien die Zukunftsprognosen auch sehr unsicher. Der Minister sagte, dass das geringe Wachstum der Einkommen im ersten Halbjahr von 2013 eine der Ursachen für die Demonstrationen im Juni vergangenen Jahres gewesen sein könnten. Allerdings sei dies eine sehr komplexe Angelegenheit. So hätten beispielsweise auch soziale Netzwerke eine große Rolle gespielt. Außerdem betonte Neri, dass für den brasilianischen Bürger die Einkommensverhältnisse die wichtigste und messbarste Komponente sei. (ds)