An der Katholischen Universität von Rio Grande do Sul wurde eine Software für die Überwachung von Veranstaltungsorten entwickelt / Copyright: PUC-RS
An der Katholischen Universität von Rio Grande do Sul wurde eine Software für die Überwachung von Veranstaltungsorten entwickelt / Copyright: PUC-RS

An der Katholischen Universität von Rio Grande do Sul wurde eine Software für die Überwachung von Veranstaltungsorten entwickelt / Copyright: PUC-RS

Mit den bevorstehenden sportlichen Großveranstaltungen in Brasilien wie die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 will die brasilianische Regierung die Sicherheit in Orten mit großem Menschenansturm gewährleisten. Um die Planung dieser Orte zu verbessern, haben brasilianische Forscher nun eine Software entwickelt. Damit wird beispielsweise die Erfassung bestimmter Daten garantiert: Wie schnell bewegen sich die Menschen? Wie viel Zeit benötigen sie, um ein Stadion zu räumen? Welche Orte werden im Normalfall stark frequentiert und welche in Notfällen?

Die sogenannte Software CrowdSIM simuliert den Veranstaltungsort und kennzeichnet die Lage der Türen, Toiletten, Imbissbuden, den Anteil der Menschen, die sich zu den Ausgängen bewegen, den Anteil, die vorher zur Toilette gehen und diejenigen, die nicht sofort hinausgehen. Auch würde in Betracht gezogen werden, wie sich die Besucher verhalten, denn das Verhalten unterscheide sich beispielsweise von einem Rockkonzert oder einer Kinderveranstaltung. Die Aufzeichnung verschiedener Situationen ermögliche eine bessere Reaktion in Notfällen wie zum Beispiel bei der Räumung der Veranstaltungsorte. Auch könne man den Besuchern mehr Komfort ermöglichen. Die Software ist auf geschlossene und offene Räume anwendbar.

Entwickelt wurde die Software von einem Forscherteam des Bereichs für virtuelle Simulationen der Katholischen Universität von Rio Grande do Sul (Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul, kurz: PUC-RS). Durch die Simulationen könnten der Öffentlichkeit ebenso Videos zur Verfügung gestellt werden, wo sich die nah gelegenen sanitären Anlagen, Notausgänge oder medizinische Versorgungsstationen befänden, so die Leiterin des Projekts, Soraia Raupp. Auch sei die Software eine große Hilfe bei Bauprojekten, die sich noch in der Planungsphase befänden. Dadurch könnte der Aufbau optimiert und besser strukturiert werden. (ds)