Brasilien bemüht sich um das Abkommen für Handelserleichterungen der Welthandelsorganisation.
Brasilien bemüht sich um das Abkommen für Handelserleichterungen der Welthandelsorganisation.

Brasilien bemüht sich um das Abkommen für Handelserleichterungen der Welthandelsorganisation.

In seiner Stellungnahme kürzlich im Ausschuss für internationale Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO hat der brasilianische Diplomat Roberto Azevêdo deutlich gemacht, dass seine Mitglieder trotz aller Anstrengungen es nicht geschafft hätten ein Lösung zu erreichen, um den Stillstand um die Vereinbarung über Handelserleichterungen aufzuhaben. Laut Azevêdo „könnte dies die schwerste Situation sein, in der sich die Organisation bislang befunden hat“, mit Auswirkungen auf verschiedenste Bereiche von Verhandlungen. Zudem entstehen ein „wachsendes Misstrauen“ mit einer abschreckenden Wirkung auf die Arbeit der Organisation. Brasilien sei schon immer eine der am stärksten engagierten Ländern beim Aufbau eines multilateralen Handelsabkommen gewesen.

Laut dem brasilianischen Außenministerium „hat sich Brasilien um die Genehmigung der Vereinbarungen von Bali vom Dezember 2013 bemüht, die neben einer Erleichterung für Handelserleichterungen auch wichtige Fragen einschließen, wie die Verwaltung von Zollkontingenten für landwirtschaftliche Erzeugnisse und die Entwicklung eines Arbeitsprogramms als Abschluss der Verhandlungen in Doha. Aus diesem Grund sei die brasilianischen Regierung sehr besorgt, dass die Verhandlungen zu den Handelserleichterungen möglicherweise scheitern könnten.

„Die Verzögerungen in Bezug auf die Umsetzung dieser Vereinbarungen innerhalb der WTO sind bedauerlich, aber es ist wichtig zu beachten, dass die Hindernisse nicht auf die Umsetzung des Abkommens für Handelserleichterungen beschränkt sind. Die brasilianische Regierung hat sich in Genf konstruktiv eingesetzt, um die konträren Positionen sich einander anzunähern, um den Stillstand zu überwinden und die Wiederaufnahme der Verhandlungen in ausgewogener Weise anzuregen“, heißt es von Seiten des Außenministeriums. (ls)